Umwelt
Verleger-Ausschuss: Verzicht auf Einschweißfolie schont die Umwelt

Die Verunreinigung der Weltmeere durch Plastikabfälle ist eine drängende Herausforderung für den Handel. Die deutsche Verlagsbranche sollte verstärkt einen Beitrag zur Vermeidung von Plastikmüll leisten, so der Verleger-Ausschuss des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels. Das Gremium fordert Verlage dazu auf, Bücher ohne Einschweißfolien in den Handel zu geben.

„Angesichts der bedrohlichen Ausmaße, die die Verschmutzung unserer Meere und unserer Umwelt mit Plastikmüll annimmt, müssen wir als Branche handeln. Ein Großteil des Plastiks wird nicht recycelt, verschmutzt in hohem Maße die Weltmeere und führt zu einem massiven Tiersterben. Der Buchhandel hat die Abgabe von Plastiktüten bereits deutlich reduziert. Nun sind die Verlage gefordert. Wir appellieren an alle Verlage, bei Neuproduktionen soweit wie möglich auf Einschweißfolien zu verzichten“, sagt Nadja Kneissler, Vorsitzende des Verleger-Ausschusses des Börsenvereins.

Die deutschen Buchkäufer seien an die Einschweißfolie gewöhnt: Sie möchten ein originalverpacktes Buch mit nach Hause nehmen. „Dass ursprünglich der zum Buch gehörige Schutzumschlag die Funktion hatte, das Buch zu schützen, bis es zu Hause im Regal steht, ist in Vergessenheit geraten“, sagt Kneissler. „Wir bitten daher den Buchhandel, den Kunden die Hintergründe des Verzichts deutlich zu machen, um vermehrte Remissionen zu vermeiden.“

„Wir sind das einzige Land, das einen Großteil der Bücher in Plastikfolie eingeschweißt in den Handel bringt, das wollen wir ändern“, sagt Christian Schumacher-Gebler, Mitglied des Verleger-Ausschusses und CEO von Bonnier Media Deutschland. Einige Verlage, darunter die der Bonnier-Gruppe, Delius Klasing und Matthes & Seitz, haben angekündigt, ab Frühjahr 2019 weitestgehend auf Einschweißfolien zu verzichten.

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Autor:

Tobias Schindegger aus Gotha

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