Ansichtssache: Mautgespenst: Sauer auf Ramsauer

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Jetzt soll es wieder ans Portmonee der Autofahrer gehen. Das Mautgespenst geht wieder einmal um. Diesmal in Gestalt von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer.

Woher kommt die plötzliche Kreativität dieses CSU-Bayern? Zuvor ist er nicht durch avantgardistisches Parolibieten aufgefallen. Warum will er sich unbedingt bei den Bürgern des Autolandes BRD unbeliebt machen? Freiwillig? Weil er im Wählerauftrag handelt? Weil er bessere Straßen für alle Deutschen will? Das sind doch bitumenfreie Kinkerlitzchen!

Der Bund schröpft jährlich seine Auto fahrenden Bürger um rund 50 Milliarden Euro. Davon könnten wir Straßen haben – komplett baustellenfrei, auf höchsten Sicherheitsstandard und sogar noch aus Flüsterbelag. Doch die Mittel werden überall in den Haushalt geparkt, aber nicht in Schlaglöcher und marode Brücken gesteckt.

Warum hören wir dazu nichts von unserem Verkehrsminister? Da könnte er doch mal so richtig Krawall schlagen – sein Mandat rechtfertigen! Doch er wird sich hüten! Lieber schiebt er die ausländische Maut vor. Ach, ihr lieben Deutschen. Ihr werd’ doch im Ausland auch zur Kasse gebeten, versucht er sich Rückenwind von „dummen“ Wähler zu erhaschen.

Natürlich verschweigt er absichtlich die Fakten: Gerade einmal 5 Prozent der Pkw auf deutschen Autobahnen tragen ein ausländisches Nummernschild. Also zahlen 95 Prozent der Maut wir Deutschen. Zwar kündigt Ramsauer eine Entlastung an, nur nicht welche und wie hoch. Das stinkt zum Himmel! Der Bund wird niemals auf Einnahmen verzichten. Mich wundert es schon, dass über 54 Prozent der Deutschen eine Pkw-Maut bei finanziellen Ausgleich befürworten. Die sind wahrscheinlich bereits getäuscht worden. Vielleicht sollten erst einmal alle Lkw Maut blechen: Bisher gilt sie nur für Lkw mit einem Gesamtgewicht von mindestens 12 Tonnen.

Und die Kfz-Steuer? Wir zahlen bereits genug. Viele Ausländer kennen diese Steuer gar nicht. Sie sagen: Wir haben uns das Auto hart verdient! Warum sollen wir es ein zweites Mal bezahlen?

Der deutsche Autolenker zahlt überteuerte Autos, zu hohe Steuern und Versicherungen, zu teuren Sprit sowie einen Solibeitrag zum Aufbau. Warum nicht auch noch eine Pkw-Maut, eine Ampelabgabe, Grasmad-Steuer, Verkehrsschilder-Aufschlag und einen Brücken-Bonus?

In punkto Autobahnen und Bundesstraßen bin ich klar für einen Aufschwung „West“. Im Osten stimmt die Infrastruktur weitestgehend. Hier sind die modernsten Straßen Deutschlands. Doch ich will mich im Westen der Republik nicht totfahren und auf Autobahnen keine 60 km/h tuckern.

Herr Ramsauer, hier stimmt etwas nicht! Verlassen Sie ihr königlich-bayrisches Getöse. Kehren Sie in die Realität zurück! Werden Sie als Politiker zum Diener Ihrer Arbeitgeber – den Wählern! Und wenn Sie ihr Ziel im Türmchen der verstaubten Provinzpartei erreicht haben, werden Sie bitte wieder ganz leise in der dritten Reihe und völlig unkreativ!

Eure Meinung ist gefragt. Diskutiert fleißig mit!

Autor:

Thomas Gräser aus Erfurt

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