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Ansichtssache: Wer nicht teilt, wird ärmer

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Ob es den Dresdnern besser ginge, wenn die 2,2 Prozent Ausländer nicht mehr dort wohnten? Wohl kaum. Keiner hätte ein Auto weniger. Niemand müsste auf sein Smartphone verzichten. Um die Werte des christlichen Abendlandes geht es bei Pegida-Demos nicht. Nicht um Gastfreundschaft, nicht um Nächstenliebe. Den Mantel teilen wie der heilige St. Martin? Laternen-Volklore im November. Wie das Fest, das im September im Supermarkt beginnt und mit einer Geschenkeschlacht im Dezember versiegt. Auch um Weihnachten hat Pegida Angst. Woche für Woche werden es mehr Pegida-Demonstranten. Es geht um die Wahrung von Besitzstand.

Wer nicht teilt, wird immer ärmer.

Deutlich schlechter ginge es den Pegidisten allerdings, wenn man nach solchen Bildern im Ausland beschlösse, ihnen die Versorgung zu kappen. Ohne Erdöl stünden die Räder in Sachsen still. Ohne die Chinesen keine Handys. Ohne Korea keine Flachbildfernseher. Keine T-Shirts ohne Vietnam und Bangladesch. Keine Autos ohne spanische Zulieferer. Keine indischen Restaurants, kein Tee und keine Gewürze ohne die Inder. Kein Kaffee aus Kolumbien. Und keine Auslandsreise ohne Urlaubsländer. Selbst der Verkauf der eigenen Waren würde verkümmern: 25 Milliarden Euro erlöst man im Freistaat damit.

Wer anfängt Mauern zu bauen, mauert sich selbst ein.

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