Das Impressum, der Nährboden zur Kriminalität

ganz Deutschland | Thüringen

Impressum und Kriminalität - wie passt das zusammen?

Am 24. Juli konnte mann in der TLZ lesen:
"Rechnung nicht vom Gericht"

- Was war passiert? -
Kurz zusammengefasst:
Findige Köpfe haben aus einem Impressum einer Internetseite den Eintrag "Vereinsregister" mit der dazugehörigen Registernummer verwendet und dem Verein mit Bezug auf das Amtsgericht Weimar unter Verwendung eines fiktiven Handels- und Gewerberegisters eine Rechnung mit "richtigem"(!) Aktenzeichen zugesandt.

Zum Glück ist weiter nichts passiert, da der Betrugsversuch rechtzeitig vom Verein bemerkt wurde, da Gerichte keine Rechnungen verschicken.

Bereits vor ca. drei Jahren ließ ich mich auf meiner Homepage (ainfo.de) zur "Impressumspflicht" aus:
Die Impressumspflicht führt zur gesetzlichen Verletzung der Privatsphäre, die durch die zwangsweise Veröffentlichung der persönlichen Daten nicht mehr geschützt ist !
Das Persönlichkeitsrecht dient dem Schutz der Persönlichkeit einer Person vor Eingriffen in ihren Lebens- und Freiheitsbereich.
Durch die Impressumspflicht wird der Datenschutz auf elegante Weise ausgehebelt und öffnet dem Missbrauch personenbezogener Daten Tür und Tor.

In der Verfassung des Freistaats Thüringen Artikel 6 Abs.1, 2 heißt es:
(1) Jeder hat das Recht auf Achtung und Schutz seiner Persönlichkeit und seines privaten Lebensbereiches.
(2) Jeder hat Anspruch auf Schutz seiner personenbezogenen Daten. Er ist berechtigt, über die Preisgabe und Verwendung solcher Daten selbst zu bestimmen.

Damit verstößt die (sogenannte) Impressumspflicht gegen geltendes Recht in der Bundesrepublik Deutschland, gegen die Verfassung des Bundes und der Länder!

Da wird sich heißgeredet, weil für einen Imagefilm einer Stadt Luftaufnahmen mit einer Drohne gemacht werden sollen und jemand könnte ja sehen wer Glatze, Halbglatze oder ein Toupet trägt. Aber das Breitstreuen persönlichster Daten wird im Impressum (?)VORGESCHRIEBEN(?)!
Noch viel gefährlicher ist, dass oft mehr preisgegeben wird als vorgeschrieben, nämlich die Bankverbindung. Und glauben Sie mir, eine Bank muss nicht prüfen ob eine Abbuchungserlaubnis vorliegt!

Gegen eine allgemeine Aufzählung persönlicher Daten ist sicher nichts einzuwenden:
Registriert bin ich bei meinem Telemediendiensteanbieter, bei der GEZ, beim Finanzamt, bei der Sozialversicherung, bei der Krankenkasse, beim Arbeitsamt, bei der Rentenstelle, der Kfz-Zulassungsstelle, beim Bürgeramt - Personalausweiswesen, beim Bürgeramt - Fahrerlaubniswesen, bei der Versicherung, beim Zeitungsvertrieb, bei der Energieversorgung, beim Gasanbieter, in Flensburg nicht, bei der Bank, bei der Sterbekasse, bei ebay, bei facebook nicht und was weis ich wo sonst noch - mit den verschiedensten Identifikationsnummern, die sich eh kein $chw€!n merken kann.
Die Aufzählung "bei der Bank" ist schon grenzwertig!

Autor:

Eberhard :Dürselen aus Weimar

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