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Familiennachzug - ein Kommentar
Familiennachzug

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Laut der "Zeit" vom 12.09.17 haben syrische Soldaten nach Angaben des russischen Militärs rund 85 Prozent des Territoriums in dem Bürgerkriegsland Syrien unter ihre Kontrolle gebracht.

Der Krieg ist, zumindest im größten Teil des Landes, gottseidank vorbei.
Ein Jubelschrei sollte durch die Reihen der Kriegsflüchtlinge gehen, die seit Monaten oder Jahren in Deutschland ausharren.
Nach Hause zurück, wo die Liebsten wartend verweilen.
In die Heimat wiederkehren, um sie mit fleißigen Händen wieder aus den Trümmern zu erheben.

Doch nur die wenigsten hegen derartige Motive.

Haben aber Flüchtlinge nicht auch die Pflicht auf Heimreise, wenn die Gründe der Flucht (weitgehend) negiert sind?

Stattdessen fordern die Grünen, allen voran Kathrin Göring Eckardt, unbeirrt den grenzenlosen Familiennachzug. Welches logische Prinzip liegt dieser Denke zugrunde?
Es soll die Integration fördern. Aha. Wie denn? Wird mehr deutsch gesprochen, wenn mehr Fremdsprachige unter einem Dach leben? Ist nicht die Wahrscheinlichkeit der Bildung von Clanstrukturen und Parallelgesellschaften ungleich größer, je umfangreicher jener Personenkreis wird?
Davon abgesehen: wie lange wird sich unser Land die dadurch entstehende immense Belastung der Sozialsysteme noch leisten können?

Helfen ja - aber "Jede Mark die wir in den Heimatländern der Flüchtlinge ausgeben, hat einen höheren Stellenwert als das, was wir aufwenden müssen, wenn sie bei uns sind."
(Richard von Weizsäcker)
Warum nicht Syrien vor Ort unterstützen, statt all die Menschen hierher zu holen? Denn, wie Peter Scholl - Latour einst sprach: "Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern der wird selbst Kalkutta."

Und dennoch wird er kommen, der Familiennachzug. Die Grünen haben Kompromissbereitschaft hinsichtlich der Obergrenze angekündigt; im Gegenzug werden sie auf der Durchsetzung des Familieneinzugs beharren.
Klar ist auch, dass Jamaika zustande kommen muss, will sich die Kanzlerin noch ein paar Jahre im Regierungssattel halten. Dazu wird ihr kein Kompromiss zu faul, kein Zugeständnis zu aberwitzig, kein Preis zu hoch sein. Den zahlen schließlich andere.

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