Ein bisschen Hass muss sein
"Gesunder Hass"

Vor wenigen Tagen las ich in der Printversion des Allgemeinen Anzeigers über ein junges Musiker-Duo namens "Aika Akakomowitch".

"Wir sind eigentlich eine Partyband [...]" "Der Spaß steht im Vordergrund und wir wollen niemanden runterziehen." [...] "Gegenüber Rassisten, Faschisten, aber auch Burschenschaften und ProloStudenten hegen wir einen gesunden Hass", ergänzt Sänger Benni.

So Benni, und du legst also fest, welchen Personenkreis zu hassen gesund, ergo richtig und moralisch hochwertig ist. Natürlich weißt du ganz genau, WER ein Rassist und Faschist ist. Es reicht schon ein Wort der Kritik oder ein zu konservativ angehauchtes Profil, da ist der hassenswerte Mensch als solcher entlarvt und darf munter und aus vollem Herzen gehasst werden. Der Allgemeine Anzeiger scheint gegen diese Spielart des "guten und sauberen Hasses" keinen Einwand zu haben, setzt die Autorin die beiden "Elektropunker" auch auf dem halbseitigen Foto in ein glanzvolles, heroisches Licht.

Das, was der AA in jenem Artikel vom 23.02.18 so augenzwinkernd mit der Leuchtfarbe der Zivilcourage bepinselt, ist alles andere als eine leichtfertige Flause der Sturm und Drang-Phase zweier selbstgerechter spätpubertärer Techno-Lümmel. Es ordnet für den Leser das Hassgefühl als edles Motiv im Kampf gegen die "Bösen" ein. Die Botschaft ist simpel: alles, was aus dem toleranten Weltbild der Linksideologen passt, darf offen zum Abschuss freigegeben werden. Dazu erteilen Autorin und Redaktion per Druck quasi die Legitimation. Was nicht passt, wird gehasst! Das ist hip und ganz im Geiste der Weltoffenheit und Toleranz.

Für weitaus weniger Hass-Begeisterung, nur für das Benennen von Tatsachen, habe ich beim AA schon mehrfach Schelte eingesteckt, bis hin zur Löschung von Beiträgen und Androhung einer Sperre.

Es ist eben entscheidend, WEN man hasst. Der eine Hass ist "menschenverachtend", der andere ist "gesund".

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