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Ohne Zeitarbeit wäre die Welt besser und gerechter!!!

Wo: Erfurt, Erfurt auf Karte anzeigen
"Zeitarbeit kein Instrument, um Dauerbeschäftigung zu erreichen"
"Zeitarbeit kein Instrument, um Dauerbeschäftigung zu erreichen"
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Heute hier, in drei Monatendort und ein halbes Jahr später wieder woanders: Zeitarbeiter wechseln ständig
den Arbeitsort. Sie werden eingesetzt, wo Not am Mann ist und trotzdem werden sie unter Durchschnitt bezahlt. Der Ruf der Zeitarbeitsfirmen ist schlecht, sie brauchen deshalb immer Personal.

  

In den vergangenen 20 Jahren ist der Anteil der Leiharbeitnehmer an allenErwerbstätigen stark gestiegen. Während im Jahr 1991 weniger als ein halbes Prozent aller Erwerbstätigen in der Arbeitnehmerüberlassungsbranche tätig waren, betrug dieser Anteil im Jahr 2011 mehr als zwei Prozent. In absoluten Zahlen entspricht das etwa 130.000 im Jahr 1991 und rund 880.000 im Jahr 2011. Zahlreiche Lockerungen der gesetzlichen Bestimmungen förderten das starke Wachstum der Zeitarbeit. Mit der Liberalisierung des Arbeitnehmerüberlassungsrechts waren von Seiten der Befürworter viele Erwartungen verbunden. Nachfrageschwankungen sollten dadurch weniger mit Hilfe von Überstunden ausgeglichen werden, sondern verstärkt über Zeitarbeit. Über diesen Weg, so die Hoffnung vieler Reformer, würde für Unternehmen ein Anreiz entstehen, zunächst zeitlich begrenzte Arbeitsplätze zu schaffen, die später - wenn es die Auftragslage zulässt - in reguläre Jobs umgewandelt werden können. Zeitarbeit sollte so vor allem neue Arbeitsplätze schaffen. Seit Januar 2017 gilt ein flächendeckender allgemeiner gesetzlicher Mindestlohn für Arbeitnehmer und für die meisten Praktikanten in Höhe von 8,84 Eurobrutto je Zeitstunde. Leider gibt es noch viel zu viele Ausnahmen und Schlupflöcher für die Arbeitgeber, um den gesetzlichen Mindestlohn zu umgehen. Die Aufweichung, die das Bundesarbeitsgericht in Erfurt zugelassen hat, um Weihnachtsgeld und Urlaubsgeld mit einzurechnen, halte ich für einen katastrophalen Fehler. Hier ist Handlungsbedarf, das Gesetz muss geändert werden. Ich befürworte die Einführung des Mindestlohns,
aber 8,84 Euro je Arbeitsstunde sind zu wenig. Es kann nicht sein, dass diese Dumpinglöhne teilweise noch vom Staat durch zusätzliche Aufwendungen im Sozialsektor gedeckelt werden müssen. Nein, wer arbeitet, egal was er für eine Tätigkeit ausführt, muss dafür anständig entlohnt werden, um gut leben zu können.Eine Branche, die gerade mal den Mindestlohn zahlt, ist die Zeitarbeitsbranche. Zeitarbeit steht für schlechte Arbeitsbedingungen, schlechte Bezahlung und im Alter für eine Rente auf Hartz-IV-Niveau. Leiharbeit ist eine moderne Ausbeutung des Menschen. Hier nutzt auch das neue Gesetz nichts, was die Bundesregierung erst im Jahr 2016 auf den Weg gebracht hat. Ich spreche mich auch klar gegen eine Aufweichung des Mindestlohns bei anerkannten Flüchtlingen aus. Warum sollten unsere Neubürger weniger Lohn bekommen, um diesen dann mit Hartz IV aufzustocken? Einige Nutznießer wären in diesem Fall die freien Wirtschaftler. Dagegen müssen wir etwas tun: ein fairer Mindestlohn für alle Bürger und die Zeitarbeit muss abgeschafft werden!

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