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Protest vor der Alten Oper

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„Sieben Jahre lang hat alles gut funktioniert, doch jetzt haben wir das Gefühl, es wird regelrecht nach Anlässen gesucht, um unsere Arbeit zu behindern“, versteht Wolfgang Staub die Welt nicht mehr. Der Betreiber von Dasdie Live, Dasdie Brettl und Alter Oper kann die plötzliche, vom Amt verordnete Schließung der Alten Oper im vergangenen November noch immer nicht verstehen. Inzwischen sind die als zuviel bemängelten Sitzplätze laut Forderung längst reduziert. Und schon sorgt der nächste Brief für Aufregung: Ab sofort, so schreibt das Tiefbau- und Verkehrsamt, vergebe es keine Ausnahmegenehmigungen mehr für das Befahren der Theaterstraße. Belieferungen dürfen nur noch über die Gorkistraße und mit Lkws mit maximal 7,5 Tonnen Gesamtgewicht erfolgen.

Doch gerade das ist bei den großen Gastspielen, die Wolfgang Staub nach Erfurt holt, nicht möglich. „Zwischen zehn bis zwanzig Mal brauchen wir im Jahr eine solche Sondergenehmigung“, erklärt der Intendant und weiß beim besten Willen nicht, wie in Zukunft die benötigten Requisiten angeliefert und transportiert werden sollen.

Dass das Angebot dieser Einrichtung bei den Erfurtern und Thüringern sehr gefragt ist, zeigt regelmäßig das volle Haus, die Alte Oper mit ihrem breitgefächerten Angebot ist längst nicht mehr wegzudenken aus dem kulturellen Leben der Stadt. „Wir machen das, was die Leute wollen“, freut sich Wolfgang Staub über die große Akzeptanz des Angebotes und betont, dass seine Häuser keinerlei Subventionen erhalten. Sind sie vielleicht anderen Anbietern ein Dorn im Auge?

„Wir möchten mit niemandem Streit, sondern einfach nur unsere Arbeit tun“, bekräftigt Wolfgang Staub am Rande einer Schweigedemonstration, die sich gegen die aktuelle Entscheidung des Amtes richtet. Aber eines wünscht er sich schon lange, fast ein Jahr wartet er vergeblich darauf: auf einen Gesprächstermin mit dem Erfurter Oberbürgermeister.

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