Erfurter Schüler haben ihr eigenes Parlament und wollen mitbestimmen
Wir bleiben dran!

Der neue Vorstand des Erfurter Schülerparlaments (v.l.): 
Sophia Eilert, Clara Hengst, Florian Molle, Alexander Bust, Phillip Marius Beyer. Ab Februar übernimmt Florian Molle (Mitte) das Amt des neuen Vorsitzenden.
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  • Der neue Vorstand des Erfurter Schülerparlaments (v.l.):
    Sophia Eilert, Clara Hengst, Florian Molle, Alexander Bust, Phillip Marius Beyer. Ab Februar übernimmt Florian Molle (Mitte) das Amt des neuen Vorsitzenden.
  • Foto: Schülerparlament
  • hochgeladen von Helke Floeckner

Mindestens zweimal im Jahr weht frischer - besonders junger - Wind durchs Erfurter Rathaus. Dann nämlich sind die Abgeordneten gänzlich andere als sonst: Das seit gut einem Jahr bestehende Erfurter Schülerparlament tagt hier, es gibt den Schülern aller weiterführenden Schulen eine Stimme. Das sind 53 Schulen im Stadtgebiet, drei Delegierte pro Schule sitzen im Schülerparlament. "Die Gründung im vergangenen November war schon ein Erfolg", weiß Lilli Fischer, die bisherige Vorsitzende der Schülervertretung. Es war ein langer Weg von der Idee im Jahr 2015 durch die Ämter und Fraktionen, fügt sie hinzu. Mit ihrem Mitspracherecht in den Ausschüssen Jugendhilfe sowie Bildung und Sport haben die Jugendlichen die Möglichkeit, nachhaltigen Einfluss auf die Kommunalpolitik zu nehmen, damit auch aktive politische Bildungsarbeit zu leisten.

Längst hat das junge Parlament alle Hände voll zu tun. Seine Themen sind die jugend- und schülerpolitischen Angelegenheiten. Immer wieder geht es darum, was an den Schulen besser werden muss und kann. Treffen sich die Abgeordneten, startet bald schon die Diskussion. Mit Anträgen und Beschlüssen natürlich, wie es in einem Parlament sein muss. Dabei beweisen die Nachwuchs-Parlamentarier durchaus kritischen Verstand und haben Lösungsvorschläge, versuchen, dabei realistisch und kompromissfähig zu bleiben. Und hartnäckig. Wie in ihrem Grundschulaussschuss, der für mehr Grün in der Stadt kämpft. Oder beim Thema Schulanbau am Königin-Luise-Gymnasium. In den kommenden Jahren werden in der Innenstadt 1000 Plätze für Schüler an Gymnasien fehlen, hier besteht Handlungsbedarf. Das Schülerparlament befürwortet den Anbau. Doch die Stadt blockiert das Vorhaben, der Antrag wird nicht genehmigt. "Wir bleiben dran", verspricht Lilli Fischer. Dabei seien sie durchaus offen für andere Lösungen. Hauptsache, das Problem wird gelöst.

Nun übergeben Lilli Fischer und ihr Vorstand den Staffelstab, die Delegierten des Schülerparlaments haben einen neuen Vorstand gewählt. Auch sie werden dranbleiben.

Der neue Vorstand des Erfurter Schülerparlaments (v.l.): 
Sophia Eilert, Clara Hengst, Florian Molle, Alexander Bust, Phillip Marius Beyer. Ab Februar übernimmt Florian Molle (Mitte) das Amt des neuen Vorsitzenden.
Der alte und der neue Vorstand des Erfurter Schülerparlaments.

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