20 Jahre: Geburtshaus-Verein feiert!

Viel Zeit und viel Spaß für Eltern und Kinder
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Zufrieden schmiegt sich Greta Charlotte an ihre Mama. Der Fototermin ist geschafft. Wer als Baby Nummer 1000 im Geburtshaus auf die Welt kommt, muss eben schon als sehr junger Mensch als Fotomodell agieren.

Hebamme Ina Buschinsky kennt die Kleine seit ihrer ersten Lebenminute, sie hat die werdende Mutter Elisabeth Leja schon während ihrer Schwangerschaft begleitet. Und sie war es, die Mama und Kind bei der Geburt zur Seite stand. "Es ist diese warme, entspannte, ganz persönliche Atmosphäre hier, die mich überzeugt hat", erinnert sich Mama Elisabeth an ihre Entscheidung, ihr Kind an diesem Ort zu gebären.

Wichtige Anlaufstelle

Seit vor 20 Jahren der Geburtshaus-Verein gegründet wurde und später das Geburtshaus in der Clara-Zetkin-Straße eröffnet wurde, sind hier junge Eltern und ihre Kinder vor, während und nach der Geburt in kundigen, liebevollen Händen. "Wir wollen in den ersten Lebensjahren eine Anlaufstelle für Familien sein und halten deshalb ein breites Angebot bereit", weiß Katrin Lauinger vom Verein

Eine sichere Bindung

Den Eltern behutsam dabei zu helfen, als frischgebackene Famlie gut zu starten, sie in ihrer Kompetenz zu stärken, ist ihre größte Herausforderung. Ein guter Weg, eine sichere Bindung zwischen Eltern und Kind ist dabei das A und O. "Die Speckschicht fürs ganze Leben sozusagen", weiß Katrin Lauinger um die Bedeutung. Zahlreiche, mitunter sehr kreative Kurse gehören zum Angebot des Geburtshauses, die die Entwicklung der Babys und kleinen Kinder auf vielfältige Weise fördern. Im September soll das Angebot erweitert werden, die Erfurter Universität bringt sich mit Vorträgen zur Kleinkindforschung ein. Geplant ist auch eine neue Elternbegleitung. Katrin Lauinger hat die Ausbildung dafür bereits absolviert, nun geht es um die Finanzierung.

Verantwortungsvoller Job

Derzeit sind neun Hebammen für das Geburtshaus tätig, sie sind vor Ort und auch bei Hausgeburten im Einsatz. Ein rund-um-die Uhr-Job. Schließlich sind sie auch in der Geburtsvorbereitung und in der Nachsorge gefragt. "An Hebammen besteht ein riesiger Bedarf, und sie arbeiten schon beinahe bis zum Umfallen, für viel zu wenig Geld.", weiß Katrin Lauinger und rät Schwangeren, sich frühzeitig um eine persönliche Hebamme zu kümmern. Würde sie sich zum 20. Jahrestag des Geburtshaus-Vereins etwas wünschen können, dann würde sie wollen, dass Hebammen künftig besser gestellt und besser bezahlt werden. "Da muss die Politik unbedingt etwas tun", ist sie überzeugt.

Party am Samstag

Doch nun wird erst einmal gefeiert: Am Samstag, 7. September startet im Maislabyrinth in der Demminer Straße das große Sommerfest zum 20. Geburtstag. Willkommen ist von 10 bis 14 Uhr jeder: Kinder, die hier geboren wurden, deren Eltern, ehemalige Mitarbeiter, Interessierte... Und wer weiß, vielleicht schaut ja auch Clara einmal vorbei, sie erblickte als erstes Kind im Geburtshaus das Licht der Welt.

Autor:

Helke Floeckner aus Erfurt

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