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Bestechung mit Schleife - Geschenke im Geschäftsleben interessieren das Finanzamt

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Meistens ist es einfach nur gut gemeint: Doch
beim Schenken im Geschäftsleben lauern
Stolpersteine und Fallstricke.
Meistens ist es einfach nur gut gemeint: Doch
beim Schenken im Geschäftsleben lauern
Stolpersteine und Fallstricke. (Foto: S. Hofschlaeger/pixelio.de)
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Bald ist Weihnachten und den "Lieben" Geschenke zu überreichen, ist gute Tradition. Was im privaten Leben relativ unbeschwert funktioniert, ist im Geschäfts- und Arbeitsleben weitaus komplizierter. Stolpersteine und Fallstricke lauern überall. "Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft" - mit "großen" verschafft man sich Vorteile und kommt schnell in den Verdacht der Vorteilsnahme oder Bestechung. Schon Knigge wusste: "Wohltaten annehmen macht abhängig. Man weiß nicht, wie weit das führen kann." Aber der Reihe nach:

1. Im reinen Privatleben können Sie sich auch weiterhin unter Freunden und Verwandten schenken, was sie möchten. Derartige Geschenke können durch Sie nicht von der Steuer abgesetzt und müssen folglich auch nicht als zusätzliches Einkommen vom Beschenkten versteuert werden.

2. Ganz anders verhält es sich dagegen in der Arbeitswelt. Aufgrund der vielfältigen Korruptionsskandale in der deutschen Wirtschaft sind viele Unternehmer derzeit verunsichert, was sie überhaupt noch einem Geschäftspartner schenken dürfen. Die Grenzen zwischen einer uneigennützigen Aufmerksamkeit und der klaren Bestechung sind fließend. Es beginnt meist harmlos, steigert sich und erfüllt dann schnell den Tatbestand der Bestechung. Daher gilt: Präsente sind dann unproblematisch, wenn sie sich im üblichen Rahmen bewegen. Anhaltspunkte dafür liefert die Finanzverwaltung mit ihrer steuerlichen Bewertung. Bei Geschenken unter Geschäftspartnern (Unternehmer zu Unternehmer) sind Geschenke bis 35 Euro pro Jahr und pro Beschenkter steuerlich absetzbar. Diese Kosten können als Betriebsausgaben ausgewiesen werden. Mit einer guten Flasche Wein oder etwas Vergleichbarem können Sie nichts falsch machen.

3. Viel komplizierter wird die Angelegenheit, wenn Sie als Angestellter einer Firma oder als Mitarbeiter in einer öffentlichen Verwaltung von einem Außenstehenden beziehungsweise Kunden beschenkt werden. Zahlreiche Unternehmen und Institutionen haben für diesen Fall klare interne Regeln erlassen. Im öffentlichen Dienst in Thüringen - so habe ich zumindest gehört - ist die Annahme von Geschenken mit einem Wert von über fünf Euro schon verboten. Andere verlangen die Abgabe jeglicher Geschenke. Wenn Sie sich unsicher sind, sprechen Sie mit Ihrem Vorgesetzten. Transparenz vermeidet den Anschein von Käuflichkeit. Überhaupt ist es besser, wenn Arbeitgeber dazu klare Regeln erlassen. Ich kenne selbst Unternehmen, die deutlich sichtbar Kunden und Geschäftspartner darüber informieren, dass die Annahme jeglicher Geschenke und Aufmerksamkeiten durch Mitarbeiter im Unternehmen verboten ist.

4. Im Zusammenhang mit den Weihnachtsfeierlichkeiten darf Ihnen Ihr Chef natürlich mit einem Präsent "Danke" für die geleistete Arbeit sagen. Aus steuerlicher Sicht ist das für ihn und für Sie unproblematisch, wenn der Wert 40 Euro nicht übersteigt. Größere Geschenke oder Sachzuwendungen über einer Freigrenze müssen dann vom Unternehmer pauschal oder durch Sie in Ihrer jährlichen Einkommensteuer versteuert werden.

Soweit die wichtigsten Punkte zum Schenken. Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie bitte Ihren Steuerberater oder das Finanzamt! Die Beantwortung der Frage, welche Geschenke geschmackvoll und angemessen sind und beim Beschenkten wohlwollend ankommen - die überlasse ich lieber Ihnen. Viel Spaß beim Einkaufen!

Meistens ist es einfach nur gut gemeint: Doch
beim Schenken im Geschäftsleben lauern
Stolpersteine und Fallstricke.
Größere Geschenke oder Sachzuwendungen über einer Freigrenze müssen versteuert werden.
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