Das Septum Piercing - Wichtige Tipps zur Vermeidung von Infektionen

Ein Septum Piercing ist ein Piercing durch das Bindegewebe unterhalb des Nasenscheidewandknorpels. Der Name leitet sich von "septum nasi'" der lateinischen Bezeichnung für den Knorpel, ab. Umgangssprachlich wird das Septum Piercing auch Nasenring genannt.

Der Nasenring als Körperschmuck hat eine lange Tradition. In vielen Kulturen wurde er aus religiösen Gründen getragen. Bei uns zählt das Septum Piercing zu den beliebtesten Piercings überhaupt.

Was Sie beachten sollten, wenn Sie sich ein Septum Piercing stechen lassen möchten

Wie bei allen Piercings besteht auch bei einem Nasenring die Gefahr einer Entzündung. Um dieses Risiko zu minimieren, sollten Sie ein paar Dinge beachten.

Lassen Sie Ihr Piercing auf jeden Fall in einem guten Piercing-Studio stechen! Auf keinen Fall sollten Sie erwägen, dies selbst zu tun oder Freunde und Bekannte an Ihre Nase zu lassen. Es gibt gute Gründe für einen professionellen Piercer:

  • Ein erfahrener Piercer kann Ihre Nase genau beurteilen und weiß, wie und wo das Piercing am besten aussieht. Um lange Freude an Ihrem neuen Körperschmuck zu haben, sollten Sie das Geld investieren. Ein schief sitzender Ring kann schnell den Spaß verderben.
  • Ein professionelles Studio besitzt auch das richtige Werkzeug für diverse Piercings. Eine Ohrloch-Pistole vom Juwelier funktioniert bei einem Ohrloch. Für alle anderen Piercings ist sie nicht geeignet.
  • Ein Septum Piercing sollte nicht durch den Nasenknorpel gestochen werden, sondern durch das Gewebe darunter. Piercings durch den Knorpel brauchen länger zum Heilen, haben stärkere Schmerzen zur Folge und bergen ein höheres Risiko für Infektionen und Wildwuchs. Ein gutes Studio weiß darüber Bescheid und kann Sie ausführlich beraten.
  • Beim Beratungstermin können Sie sich das Studio und die Arbeitsweise genau ansehen. Wenn Sie kein gutes Gefühl haben, gehen Sie zum nächsten Studio. Unzureichende Hygiene beim Stechen führt schnell zu Infektionen!
  • Ihr Piercer sollte bei einem Erstpiercing Stahl, Gold oder Titan verwenden. Alle anderen Materialien können Irritationen auslösen. Ein gutes Studio hat auch den passenden Erst-Schmuck vorrätig.
  • Wählen Sie den richtigen Zeitpunkt. Lassen Sie kein Septum-Piercing stechen wenn
  • Sie bereits erkältet sind. Schnupfensekret enthält Bakterien, die eine Entzündung hervorrufen können
  • alle in Ihrem Umfeld erkältet sind und Sie sich enventuell bald anstecken
  • kurz vor Beginn der Heuschnupfenzeit, wenn Sie wissen, dass Sie allergisch sind
  • kurz vor einer Urlaubsreise mit viel Sonne, Sand und Meer oder anstrengenden körperlichen Aktivitäten, wie z. B. Wandern

Das Piercing ist gestochen! Was Sie tun können, damit es problemlos abheilt

  • Halten Sie sich genau an die Pflegeanweisung, die Ihnen das Studio mitgegeben hat
  • Das Piercing sollte mindestens zweimal am Tag desinfiziert werden. Benutzen Sie dazu ein fusselfreies Wattestäbchen und eine antiseptische Lösung.
  • Berühren Sie Ihr neues Piercing nur mit völlig sauberen, am besten desinfizierten, Händen! An Fingern und Händen können eine Vielzahl von Bakterien haften.
  • Vermeiden Sie in der ersten Zeit Make up, besonders in Form von Puder.
  • Tauschen Sie den Schmuck erst aus, wenn das Piercing vollständig verheilt ist. Warten Sie lieber eine Woche länger, bevor Sie eine Entzündung risikieren.
  • Vermeiden Sie in der ersten Zeit Besuche im Schwimmbad oder in der Sauna. An beiden Orten befinden sich eine Vielzahl an Bakterien.
  • Seien Sie vorsichtig mit Alkohol und blutverdünnenden Medikamenten. Ein Piercing ist zunächst eine offene Wunde!
  • Auch Schweiß kann zu Entzündungen führen. Verzichten Sie daher auf den Besuch im Sportstudio, oder lassen Sie es dort zumindest langsam angehen.
  • Selbst "einfache" Piercings stellen für den Körper eine gewisse Belastung dar. Sorgen Sie daher für ein intaktes Immunsystem und vermeiden Sie Dinge, die es schwächen.

Wann ist das Piercing ausgeheilt?

Bis ein Septum Piercing vollständig ausgeheilt ist, können mehrere Wochen vergehen. Der Heilungsprozess ist von Mensch zu Mensch unterschiedlich. Als Richtwert kann man von etwa zwei bis drei Monaten ausgehen.

Was können Sie tun, wenn es doch zu einer Infektion gekommen ist?

Bei einem frischen Piercing sind Rötungen, Schwellungen und Schmerzen ganz normal. Ist das Piercing schon ein wenig älter, deuten folgende Anzeichen auf eine Infektion hin:

  • die Haut um das Piercing ist rot und geschwollen
  • die Stelle um das Piercing ist sehr warm
  • Schmerzen, und Schmerzen bei Berührungen

Klassische Piercingsprays, die Ihnen nach dem Stechen mitgegeben wurden, helfen auch im Falle beginnender Entzündungen. Spezielles Wundgel oder Anti-Infektionssalben aus der Apotheke können ebenfalls hilfreich sein.

Treten Eiter oder andere Flüssigkeiten aus der Wunde aus, und reagiert ihr Körper eventuell sogar mit leichtem Fieber, suchen Sie umgehend einen Arzt auf! Nur er kann den Grad der Entzündung richtig beurteilen, und Ihnen passende Medikamente, beispielsweise Antibiotika, verschreiben.

Wichtig zu wissen: Ein Piercing kann sich jederzeit entzünden! Zwar ist die Infektionsgefahr bei einer frischen Wunde am größten, aber auch Monate danach kann dies passieren. Es ist daher vorteilhaft, den Piercing-Schmuck regelmäßig zu desinfizieren, damit sich keine Ablagerungen darauf bilden. Achten Sie darauf, dass Ihr Septum Piercing nicht übermäßig gedehnt wird oder sogar einreißt, zum Beispiel, wenn sich Dinge im Schmuck verfangen.

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