Schutz vor Hackern
Datenklau und Erpressertrojaner nehmen Nutzer ins Visier

Die zunehmende Digitalisierung der Gesellschaft bietet Hackern und Datendieben nie dagewesene Möglichkeiten in Bezug auf die Durchführung krimineller Handlungen. Egal ob Computer, Notebooks oder Tablets: Die große Verbreitung von technischen Geräten mit Internetverbindung macht Nutzer heute auf vielfältige Art und Weise angreifbar. Vor allem Politiker und Prominente geraten dabei besonders häufig in das Fadenkreuz.

Hat der virtuelle Krieg um personenbezogene Daten schon begonnen?

Wie groß die Problematik rund um Hackerangriffe und Datendiebstählen ist, zeigt ein aktuelles Beispiel aus Hessen. So konnte ein 20-Jähriger sensible Daten von knapp 1.000 Personen des öffentlichen Lebens erbeuten. Unter den Personen sind dabei Journalisten, Prominente und Politiker. In rund 50 Fällen wurden sogar große Datenpakete veröffentlicht, die unter anderem Korrespondenzen und Bilder enthielten. Ziel der Aktion war es offenbar, betroffene Personen öffentlich vorzuführen und einen Missbrauch der Daten zu ermöglichen.

Die aktuellen Enthüllungen machen eindrucksvoll deutlich, wie groß die Gefahr von Cyberkriminalität schon heute ist. Auch die Tatsache, dass ein Datenleak mit solchen Dimensionen anscheinend nur von einer einzigen Person durchgeführt werden konnte, ist durchaus besorgniserregend. Allerdings ist das nur die Spitze des Eisbergs, denn der Diebstahl von personenbezogenen Daten ist lediglich eine Teildisziplin von kriminellen Hackern.

Für welche Personengruppen geht eine Gefahr durch die Cyberkriminalität aus?

Zwar sind in dem aktuellen Beispiel in erster Linie öffentliche Personen mit hohem Bekanntheitsgrad betroffen, dies heißt aber keineswegs, dass Hackerangriffe nur für diese Gruppe eine Gefahr darstellen. Beispielsweise zeigten die Ereignisse rund um Erpressertrojaner wie WannaCry oder Petya, dass auch Unternehmen betroffene Opfer von Hackerangriffen sein können. Neben Prominenten und Unternehmen geraten des Weiteren ebenfalls immer mehr Privatpersonen in das Visier von Hackern. Ob Angriff auf Handy-SIM-Karten im Ausland oder private Notebook im offenen WLAN: Bei privaten Personen wie beispielsweise herkömmliche Nutzer aus unserer Region Tübingen sind die Sicherheitsstandards in der Regel besonders niedrig, wodurch Hackern die Arbeit besonders leicht gemacht wird.

Wie verschaffen sich Hacker Zugang zu empfindlichen Daten?

Um an sensible Daten zu gelangen, nutzen Cyberkriminelle in den meisten Fällen die IT-Unkenntnis vieler Nutzer gnadenlos aus. Vor allem Spam-Mails sind trotz des hohem Allgemeinbewusstseins nach wie vor eines der wichtigsten Werkzeuge für Hacker. Hierfür verfassen die Datendiebe professionell wirkende E-Mails, die aussehen als würden sie von einer seriösen Stelle wie einer Behörde oder einem Unternehmen kommen. Das Herzstück dieser E-Mails ist ein entsprechender Weblink oder Anhang, welcher beim Anklicken die versteckte Installation einer Schadsoftware bewirkt. Auch Dateien zum Herunterladen wie beispielsweise Spiele, Musik- oder Videodateien werden nicht selten mit Viren bestückt. Auf diese Weise ist der Befall durch eine Schadsoftware in vielen Fällen auf das Nutzerverhalten zurückzuführen.

Durch welche Maßnahmen können sich Nutzer vor Viren und Datendiebstählen schützen?

Da viele Schadprogramme durch die Unvorsichtigkeit der Nutzer ihren Weg in das Betriebssystem finden, ist es wichtig, dass Nutzer sich dieser Problematik bewusst sind und entsprechend vorsichtig agieren. Weiterhin spielt auch die Aktualität der verwendeten Software inklusive des Betriebssystems eine äußerst wichtige Rolle. So finden Hacker immer wieder Lücken in alten und bereits installierten Programmen, die mangels aktueller Sicherheitsupdates einem Einstiegspunkt gleichkommen. Sicherheitslücken dieser Art werden durch die Entwickler bei neuer Software regelmäßig durch Updates geschlossen. Aus diesem Grund sollten alle Programme immer auf dem aktuellsten Stand sein, auch wenn diese gar nicht aktiv verwendet werden. Außerdem sollte jeder Rechner und jedes Smartphone mit einer Anti-Virensoftware sowie einer Firewall ausgestattet sein.

Was gibt es abschließend zum Thema zu sagen?

Wie sich zeigt, wird die Cyberkriminalität immer mehr zu einem ernsten Problem. Damit Nutzer hier nicht zu Opfern werden, sollte beim Umgang mit digitalen Medien intensiv auf die Sicherheit geachtet werden.

Autor:

Oliver Müller aus Erfurt

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

2 Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung einbetten

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.