Diabetes – mehr Lebensqualität durch Ernährungsumstellung

Seit Jahren sind spezielle Lebensmittel für Diabetiker auf dem Markt, da „Zuckerkranke“ nach gängiger Auffassung Zucker in ihrer Ernährung streng vermeiden oder durch Zuckeraustauschstoffe, wie Fructose, ersetzen sollen. Wie nun neueste Studien belegen, scheint dies überholt zu sein. Wer sich richtig ernährt, braucht keine besondere Unterstützung der Lebensmittelindustrie. Beim Diabetes mellitus produziert der Körper entweder kein Insulin mehr (Typ 1) oder zu viel, weil die Zellen resistent sind gegen die Insulinwirkung und keinen Zucker mehr aufnehmen können (Typ 2). Bei beiden Diabetes-Varianten gelangt der mit der Nahrung aufgenommene Zucker nicht ins Zellinnere und steht deshalb nicht als Energielieferant oder Energiespeicher zur Verfügung. Der aufgenommene Zucker gerät stattdessen in den Blutkreislauf, woraufhin der Blutzuckerspiegel ansteigt, und der Zucker schließlich ungenutzt mit dem Urin ausgeschieden wird. Deshalb wurde Diabetikern Zucker streng verboten und sie mussten Broteinheiten (BE) sehr genau abzählen – eine Arbeit, die ihnen die Industrie mit sogenannten Convenience-Produkten für Diabetiker abnehmen wollte. Leider hat der Austausch von Fruchtzucker (Fruktose) gegen Haushaltszucker die Situation der Diabetiker verschlechtert, weil der Fruchtzucker sehr viel leichter, auch ohne Insulin, in die Zellen gelangen kann und zu vermehrter Verfettung führt! Inzwischen wissen Forscher auch, daß Diabetes mit Störungen des Protein- und Fettstoffwechsels einhergehen kann, weshalb individuelle Ernährungspläne für Diabetiker (Typ 2) eine immer wichtigere Rolle spielen. Neben normalen Blutzuckerwerten sind das: optimierte Blutfettwerte, ein normaler Blutdruck und eine vernünftiges Körpergewicht. Dieser Ernährungsplan sollte den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen lassen und für eine lang anhaltende Sättigung sorgen. Die damit oft einsetzende und gewünschte Gewichtsabnahme und Regulierung des Stoffwechsels, ermöglicht in vielen Fällen eine Reduzierung der Medikamente. Neueste Empfehlungen zeigen, daß das alles mit einer abwechslungsreichen und wohlschmeckenden Ernährung möglich ist.

Autor:

Nicole Schütz aus Erfurt

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