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Sirene in der Tasche
Die App NINA warnt vor Gefahren und gibt Tipps für Notfälle

Besteht eine Gefahr, wird sie direkt aufs Smartphone gemeldet.
Besteht eine Gefahr, wird sie direkt aufs Smartphone gemeldet. (Foto: BBK)
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Wenn ein Unwetter naht, Hochwasser droht, sich nach einem Unfall giftige Stoffe ausbreiten oder ein Großbrand entfacht ist, warnt NINA. So lautet die Abkürzung der Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Besteht eine Gefahr, wird sie direkt aufs Smartphone gemeldet.

Auch in Thüringen sind Rettungsleistellen der Landkreise und Städte an das System angeschlossen, um im Ernstfall Gefahrenmeldungen zu versenden. „Als zuständige Behörde für den Brand-, Zivil- und Katastrophenschutz ist die Warn-App ein Meilenstein für den Schutz der Bevölkerung im Landkreis Gotha“, unterstreicht beispielsweise Thomas Fröhlich, zweiter Beigeordnete im Landratsamt. Der Allgemeine Anzeiger beantwortet die wichtigsten Fragen zur Warn-App:

Wie funktioniert NINA?
Wie eine Sirene in der Tasche warnt die App mit dem vorab eingestellten Warnton. Der Nutzer kann die Meldungen filtern nach aktuellem Standort oder nach Orten, die ihn interessieren. Zusätzlich zu den Meldungen vor Gefahren gibt die App Tipps, wie man sich im Notfall richtig verhält und vorbereitet, sich und andere somit schützen kann.

Wer ist in Thüringen beteiligt?
Um NINA ansteuern zu können, müssen die Rettungsleitstellen mit dem „Modularen Warnsystem des Bundes und der Länder“ (MoWaS) ausgestattet sein. In Thüringen sind dafür bereits freigeschaltet: Erfurt, Weimar, Gera, das Thüringer Ministerium für Inneres und Kommunales, die Thüringer Landesfeuerwehr- und Katastrophenschutzschule in Bad Köstritz, die Landkreise Eichsfeld, Gotha, Schmalkalden-Meiningen, Weimarer Land und der Wartburgkreis sowie das Amt für Brand- und Katastrophenschutz der Stadt Suhl.

Fünf weitere Zugänge werden zeitnah freigeschaltet: im Ilm-Kreis, in Nordhausen, Jena, Saalfeld, im Unstrut-Hainich-Kreis. Bundesweit gibt es 2,91 Millionen NINA-Nutzer. Thüringer Orte wurden von den Nutzern noch vergleichsweise gering abonniert. Warnungen für den Landkreis Gotha haben beispielsweise bisher etwas über 4000 Menschen abonniert.

Woher stammen die Warnungen?
Die zuständigen Stellen des Katastrophenschutzes oder vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe geben die Warnungen heraus. Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen sind ebenfalls in die Warn-App integriert. Unter jeder Warnmeldung sind der Herausgeber und eine Kontaktmöglichkeit aufgeführt. Dass ein Kreis angeschlossen ist, heißt allerdings noch nicht, dass NINA auch automatisch genutzt wird.

Wird jetzt nicht mehr mit Sirenen gewarnt?
Wer in der Leitstelle eine Warnung auslöst, entscheidet vor jeder Warnung selbst, ob er nur über lokale Kanäle wie Rundfunk und Fernsehen, über Sirenen oder über Lautsprecherdurchsagen warnt, oder die Warnung zusätzlich über NINA herausgibt.

Sirenen sind nach wie vor ein etabliertes Warnmittel. Ihr Einsatz liegt in der Verantwortung der Kommunen und wird von dort gesteuert. Während Sirenen den besseren Weckeffekt haben, kann die App hilfreiche Zusatzinformationen liefern.

Ist das alles Panikmache?

Warnungen werden nur in konkreten Gefahrensituationen ausgegeben. „Wir werden das System keinesfalls inflationär nutzen. Vielmehr möchten wir die Bürger sensibilisieren, dass eine Warnmeldung des Landratsamtes über NINA eine wesentliche Gefahrenlage darstellt, die man beachten sollte “, betont Thomas Fröhlich.

Wie sieht es mit dem Datenschutz aus?

Die Nutzung der Warn-App ist ohne die Angabe personen­bezogener Daten möglich.

Wo bekomme ich die App?

Sie ist für die Betriebssysteme iOS und Android kostenlos über iTunes und den „Google Play Store“ erhältlich.

Mehr:
Weitere Informa­tionen zur Warn-App unter: www.bbk.bund.de/NINA

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