Foodsharing jeden Montag in Erfurt
Die Essensretter

Malcolm Schock absolviert bei der Naturfreundejugend Erfurt seinen Bundesfreiwilligendienst im ökologischen Bereich. Zu seinen Aufgaben gehört es auch, den Foodsharing Fair-Teiler mit zu betreuen.
  • Malcolm Schock absolviert bei der Naturfreundejugend Erfurt seinen Bundesfreiwilligendienst im ökologischen Bereich. Zu seinen Aufgaben gehört es auch, den Foodsharing Fair-Teiler mit zu betreuen.
  • Foto: Helke Floeckner
  • hochgeladen von Helke Floeckner

Foodsharing: In der Magdeburger Allee 11 in Erfurt werden Lebensmittel geteilt, die sonst weggeworfen werden würden. Jeder kann mitmachen, Lebensmittel spenden oder sich welche abholen.


Der Joghurt ist nah dran am Mindesthaltbarkeitsdatum, auf die Äpfel hat sowieso keiner Lust und das Brot ist nicht mehr ganz so frisch wie gestern. Also weg damit, in den Müll. In den Müll?! Nach einer Studie der Gesellschaft für Konsumforschung wirft jeder Deutsche pro Jahr mindestens 55 Kilogramm Lebensmittel weg, Tendenz steigend.

"Auch bei uns ist diese Lebensmittelverschwendung ein großes Thema", sagt Anja Geisler, Projektmitarbeiterin bei der Naturfreundejugend Erfurt. "Deshalb wollen wir etwas dagegen tun." Den Lebensmittelabfall reduzieren, Essen wieder mehr wertschätzen, die Umwelt schonen. Beim Wollen ist es nicht geblieben: Die jungen Naturfreunde und Umweltbewussten haben die Idee vom "Foodsharing" aufgegriffen - Lebensmittel, die wegen des erreichten Mindesthaltbarkeitsdatums oder einfach zu viel sind und deshalb in die Tonne sollen, werden stattdessen gerettet und mit anderen geteilt. In ihren Räumen in der Magdeburger Allee 11 gibt es seit kurzem einen solchen "Fair-Teiler". "Zu uns kann jeder kommen, etwas bringen oder sich etwas mitnehmen", erklärt Malcolm Schott von der Naturfreundejugend das Prinzip. An jedem Montagnachmittag ist der Fair-Teiler geöffnet, jeder, der möchte, darf einfach herkommen und sich etwas von den Lebensmitteln aussuchen. Ohne, dass er nach Bedürftigkeit gefragt würde oder etwas bezahlen muss.

Die Foodsaver - die Lebensmittelretter - von den Naturfreunden (in der Lassallestraße 50 gibt es noch einen anderen "Fair-Teiler) arbeiten bereits mit fünf festen Partnern, die regelmäßig übrig gebliebene Lebensmittel beisteuern. Es dürfen gern mehr werden, auch Privatpersonen. "Dafür muss man nicht extra etwas kaufen. Wer etwas übrig hat, das er nicht mehr verbrauchen kann, bringt es her", bittet Anja Geisler. Bloß Fisch und Fleisch nehmen sie hier nicht entgegen. Dafür werden immer Obst und Gemüse, Brot und ganz viel mehr gebraucht, auch gern fertig zubereitetes Essen.

Geöffneter Fair-Teiler:

Foodsharing im Büro der Naturfreundejugend Erfurt, Magdeburger Allee 11: Montags 16 bis 18 Uhr. Kontakt: 0361 56 233 56, www.foodsharing.de.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen