Die Hand reichen
Erfurter Stadtmission gibt es seit 100 Jahren

Petra Hegt, Geschäftsführerin der Evangelischen Stadtmission und Gemeindedienst Erfurt gGmbH
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  • Petra Hegt, Geschäftsführerin der Evangelischen Stadtmission und Gemeindedienst Erfurt gGmbH
  • Foto: Thomas Abe
  • hochgeladen von Helke Floeckner

Sie sind immer da, wenn jemand Hilfe braucht - die Erfurter Stadtmission. Und das nun schon seit 100 Jahren.

"Es ist heute genau wie damals. Die Stadtmission sorgt sich um Bedürftige, wir bieten Menschen, die in Notlagen geraten sind, professionelle Hilfestellung. Wann ­immer jemand Unterstützung braucht, ist er uns ­willkommen“, fasst Petra Hegt die Aufgabe der Evangelischen Stadtmission zusammen. „Wir sind da, niemand muss allein sein Schicksal bewältigen, wir ­können ihm zur ­Seite stehen“, reichen Petra Hegt und ihrer Mitarbeiter anderen die hilfreiche Hand.

Das hat sich in den 100 Jahren, seit es die ­gemeinnützige Gesellschaft nun in ­Erfurt gibt, nicht ­geändert, weiß sie, die seit 15 ­Jahren deren Geschicke als ­Geschäftsführerin leitet. Nur die Probleme, mit denen Menschen heute zu kämpfen haben, sind zum Teil andere geworden, sind gesellschaftlichen Veränderungen geschuldet. Waren es nach dem Ersten Weltkrieg und später oft ledige Mütter, Versehrte und ehemalige Kriegsgefangene, arme Kinder oder erwerbslose Männer, sind inzwischen ­neben Armut, Obdachlosigkeit, Sucht und Gewalt vor allem Altersarmut und damit verbundene Vereinsamung Themen, die prekärer werden.

Heute unterhält die Evangelische ­Stadtmission zwölf Einrichtungen – ­darunter Obdachlosenunterkünfte, Suchthilfeeinrichtungen, ein Frauenhaus, Jugend­einrichtungen, eine Flüchtlings­unterkunft und neben dem Café des Herzens im Winter auch das bekannte Restaurant des Herzens.

Sie alle zu betreiben, dafür bringen sich Tag für Tag engagierte Menschen ein – 55 ­angestellte Mitarbeiter und rund 70 ehrenamtliche ­Helfer. „Sie sind unser höchstes Gut, sie sind alle so sehr engagiert und mit dem Herzen dabei. Ohne unsere Ehrenamtlichen wäre vieles nicht möglich“, möchte Petra Hegt den 100. Stadtmissions-Geburtstag vor allem dazu nutzen, herzlich dankeschön zu sagen. „Und ohne unser Team hätten wir es damals nie geschafft, die drohende Insolvenz ­abzuwenden“, erinnert sie sich an das schwierige Jahr 2004, als sie zusätzlich zu ihren Leitungsaufgaben im Marienstift Arnstadt hier die Leitung übernahm. Mit dem Marienstift hatte die Stadtmission damals einen neuen, starken Partner gefunden.

Aber auch die Stadt Erfurt, das Land Thüringen und den Kirchenkreis möchte Hegt nicht unerwähnt lassen, auch ihnen ist sie für die jahrelange Partnerschaft sehr dankbar. Genau wie den vielen treuen Spendern. Nur durch deren Unterstützung ist es überhaupt erst möglich, Café und Restaurant des Herzens zu betreiben.

» www.stadtmission-erfurt.de

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