Unwetter, Brand, Katastrophe?
Im Ernstfall: Nina

Robert Götz (links) und Lars Angler vom Amt für Brandschutz, Rettungsdienst und ­Katastrophenschutz Erfurt ­nutzen App „Nina“ auch privat.
  • Robert Götz (links) und Lars Angler vom Amt für Brandschutz, Rettungsdienst und ­Katastrophenschutz Erfurt ­nutzen App „Nina“ auch privat.
  • Foto: Helke Floeckner
  • hochgeladen von Helke Floeckner

Die Notfall-App "Nina" warnt vor akuten ­Gefahren und gibt ­Verhaltenstipps - auch in Erfurt und ganz Thüingen:

Ein verheerendes ­Unwetter naht, ein Großbrand könnte um sich greifen, ein Gefahr­stoffaustritt könnte Leib und Leben bedrohen oder noch Schlimmeres, ­Katastrophales ist passiert oder steht kurz bevor. Jetzt muss schnellstens eine Warnung heraus, jeder in der Nähe soll, muss darüber ­Bescheid wissen, um der ­Gefahr zu entgehen.

Neben den bewährten Methoden, Betroffene in der Umgebung zu warnen – von Sirenen über Radio und Fernsehen, Pager oder Funkmeldeempfänger – gibt es ein Mittel, das Menschen schnell und direkt erreicht: Die App „Nina“. Die kostenlose App­likation fürs Smartphone heißt im Ganzen „Notfall-­Informations- und ­Nachrichten-App des ­Bundes“ und ist ein Bestandteil des Modularen ­Warnsystems des Bundes und der Länder. Inzwischen sind alle Rettungsleitstellen der Thüringer Städte und Landkreise dem System angeschlossen, auch die Erfurter Leitstelle arbeitet seit Beginn des vergangenen Jahres mit Nina. „Sie ist ein sehr ­gutes Mittel, um im Ernstfall möglichst ­viele Menschen schnell zu ­erreichen“, lobt Robert Götz, im Amt für Brandschutz, Rettungsdienst und Katastrophenschutz für Stabsorganisation und Bevölkerungsschutz zuständig, die Möglichkeiten von Nina.

Die Warnungen werden je nach Gefahrenlage in drei Stufen unterteilt, von der ­relativ kritischen Situation mit Lebensgefahr (Stufe 1) bis hin zur dritten Stufe, die beispielsweise wie ein ­„normales“ Unwetter nicht ganz so dramatisch ist, auf die man sich aber einstellen sollte. Herausgegeben werden sie vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz oder den ­Katastrophenschutzstellen vor Ort. Dazu gibt es ­konkrete Handlungsempfehlungen und auch Telefonnummern weiterer Ansprechpartner, denn die Rettungsleitstelle ist nicht für ­Nachfragen zuständig. „Die App verbreitet ­konkrete, verständliche und übersichtliche ­Informationen darüber, was wo passiert ist und gibt später natürlich auch Entwarnung“, erklärt Sachgebietsleiter Lars Angler und nennt einen weiteren Vorteil von Nina: Man könne sich ortsteil- oder auf Postleitzahlen bezogen warnen lassen. „Und mit der Schutzengel-Funktion“ erhalte ich die Warnungen überall da, wo ich bin, auch im Urlaub anderswo in Deutschland“, ergänzt Robert Götz.

Bislang kam Nina in Erfurt acht Mal zum Einsatz – ­sieben Mal zu Übungszwecken und das eine Mal bei einem Bombenfund in Bindersleben. Am besten sei es natürlich, wenn nichts passiert und Nina schweigt, bekräftigt Lars Angler. Er ist heilfroh, dass bereits 13 000 Erfurter die App nutzen – für den Fall der Fälle. „Doch es müssten noch mehr werden, am besten jeder!“

Hier gibt es Nina:

Die App ist für die Betriebssysteme iOS und Android kostenlos über iTunes und den Google Play Store erhältlich.
Weitere Informa­tionen:www.bbk.bund.de/NINA

Autor:

Helke Floeckner aus Erfurt

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

Folgen Sie diesem Profil als Erste/r

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen
add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.