Nur eine Frage:
Kommt die Weihnachtsgurke aus Thüringen?

Die Gurke am Weihnachtsbaum ist nicht leicht zu finden. Daher winkt dem Entdecker auch ein zusätzliches Geschenk.
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  • Die Gurke am Weihnachtsbaum ist nicht leicht zu finden. Daher winkt dem Entdecker auch ein zusätzliches Geschenk.
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Eine Gurke im Baum - stammt dieser vermeintliche US-Trend ursprünglich aus Thüringen? Schließlich ist Lauscha die Heimat des gläsernen Baumschmucks. Die Antwort weiß Michael Haberland, Lauschaer Kunstglasbläser in vierter Generation und Hersteller von figürlichem Christbaumschmuck.

Auf die Frage, woher die Gurke als gläserner Weihnachtsschmuck stammt, gibt es wohl keine eindeutige Antwort. Vor vielen Jahren recherchierte dazu eine Berliner Zeitung auch bei uns im Unternehmen. Sie stieß auf die Legende eines deutschen Auswanderers, der im amerikanischen Bürgerkrieg kämpfte. Im Gefecht wurde er schwer verletzt. Auf dem Sterbebett bat er noch einmal um ein Glas Gewürzgurken, wie er sie aus seiner Heimat kannte. Die Kameraden erfüllten ihm den Wunsch und siehe da: Er sprang Gevatter Tod noch einmal von der Schippe. Natürlich dachten jetzt alle, dass es die Gurken waren, die ihn wieder gesund gemacht hatten.

Jeder Amerikaner kennt den Brauch

Wie das ungewöhnliche Ornament schließlich am Weihnachtsbaum landete, weiß ich auch nicht. Doch wer die Gurke als erstes entdeckt, erhält ein zusätzliches Geschenk. Jeder Amerikaner kennt diesen Brauch und glaubt, es sei eine deutsche Tradition. Doch die Gurke kam erst vor ein paar Jahren wieder zurück nach Deutschland und ist seitdem auch hier ein echter Trend.

Ich persönlich kannte diesen Brauch lange Jahre ebenfalls nicht. Doch Anfang 1991 entdeckte ich in ­einer Holzkiste in unserem Schuppen am Haus die ­alten Porzellanformen meines Großvaters und Urgroßvaters. Und darunter befanden sich unter anderem die Formen für die Weihnachtsgurke. Ich weiß allerdings nicht, ob er sie damals ausschließlich für den US-Markt hergestellt hatte.

Die Gurke am Weihnachtsbaum ist nicht leicht zu finden. Daher winkt dem Entdecker auch ein zusätzliches Geschenk.
Michael Haberland, Lauschaer Kunstglasbläser in vierter Generation und Hersteller von figürlichem Christbaumschmuck.

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