Kopfschmerzbehandlung - Wie das Führen eines Kopfschmerzkalenders hilt

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Es gibt einige wirkungsvolle Maßnahmen, um Kopfschmerzen auf den Leib zu rücken. Von den Spannungskopfschmerzen bis hin zur Migräne haben Sie es in der Hand, etwas dagegen zu tun. Medikamente können eine Weile helfen, sollten aber unterstützend zu anderen Maßnahmen angewendet werden. Um Kopfschmerzen, bis auf Ausnahmen, dauerhaft zu beseitigen, hilft es unter anderem, einen Kopfschmerzkalender zu führen. Wie das geht, was das bringt und worauf Sie achten sollten, erfahren Sie in diesem Artikel.

Was bringt ein Kopfschmerzkalender für Vorteile?

Sehr viele Kopfschmerzen haben etwas mit unserer Lebensweise zu tun. Das können sowohl Faktoren sein, die von innen kommen, als auch äußere. Konkret können folgende Dinge dazu beitragen, dass wir unter Kopfschmerzen leiden:

  • Wenig Bewegung
  • Schlechte Luft
  • Mangelhafte Ernährung
  • Zu viel oder zu wenig Schlaf
  • Psychosozialer Stress
  • Fehlstellungen des Kiefers
  • Zähneknirschen
  • Verspannungen im Schulter- und Nackenbereich
  • Unregelmäßige Essenszeiten und damit einhergehende Blutzuckerschwankungen
  • Alkohol
  • Nikotin
  • Flüssigkeitsmangel
  • Lärm oder starke optische Reize
  • Hormonschwankungen
  • Psychiatrische Erkrankungen, die mit Stoffwechselstörungen einhergehen
  • Körperliche Erkrankungen wie Bluthochdruck, Verschleiß der Halswirbel, Stoffwechselerkrankungen, Herz-, Nieren- oder Schilddrüsenerkrankungen, Meningitis, andauernder Husten, Strahlenkrankheit etc.

Diese Liste ließe sich noch lange fortführen. Übrigens: Hirntumore verursachen nicht so häufig Kopfschmerzen wie angenommen. Das tun sie erst, wenn sie auf die Hirnhäute Druck ausüben (direkt oder indirekt). Häufig zeigen sich dahingehend im Vorfeld bereits andere Begleiterscheinungen der Tumorerkrankung.

Sie sehen also: Die Möglichkeiten, die zu Kopfschmerzen führen können, sind vielfältig.

Es gilt herauszufinden, was die Ursache dafür sein könnte. Da wir nicht als erstes von einer Erkrankung ausgehen müssen, sollten wir auf unsere Lebensgewohnheiten achten und uns genau beobachten. Aber das ist leichter gesagt als getan. Da ist es hilfreich, ein Instrument zur Verfügung zu haben, mit dem wir klar und deutlich die Fakten dokumentieren können. Das sollten Sie auch machen, wenn Sie sich ernsthaft damit auseinandersetzen wollen. Schließlich bedeuten anhaltende Kopfschmerzen eine enorme körperliche und psychische Belastung und schränken und in unseren Lebensaktivitäten stark ein. Wenn Sie einen Kopfschmerzkalender oder Migränekalender ordentlich führen, ist das deutlich hilfreicher, wenn Sie die Hilfe eines Schmerztherapeuten in Anspruch nehmen wollen.

Für wen ist ein Kopfschmerzkalender geeignet?

Grundsätzlich kann jeder, der unter Kopfschmerzen leidet, einen solchen Kalender führen. Da kann ein Kopfschmerzkalender Kinder auch und Erwachsene gleichermaßen positiv beeinflussen. Ob es sich dabei nun um Spannungskopfschmerzen oder Migräne handelt, ist egal.

Was muss alles in einem Kopfschmerzkalender eingetragen werden?

Im Internet gibt es kostenlos diverse Vorlagen, um sich einen Kopfschmerzkalender herunterzuladen und auszudrucken. Oder fragen Sie Ihren Arzt oder Schmerztherapeuten. Selbstverständlich können Sie auch selber einen anlegen. Und das geht ganz leicht und ist innerhalb von ein paar Minuten gemacht. Am besten legen Sie sich dafür auf Ihrem Computer eine Tabelle an, die Sie immer wieder ausdrucken können. Folgende Punkte können Sie in dieser Tabelle eintragen, um einen genaueren Überblick über Ihre Kopfschmerzen zu bekommen:

  • Stärke: Auf einer Skala von 1 bis 10 sollten Sie die Stärke der Kopfschmerzen eintragen. Dabei ist 1 ein nur sehr leichter Schmerz und 10 unvorstellbar starke Schmerzen, die Sie vollkommen außer Gefecht setzen
  • Dauer: Notieren Sie in Minuten oder Stunden, wie lange der Schmerz anhält. Dauert der Schmerz länger als 24 Stunden, notieren Sie dies am Folgetag weiter.
  • Schmerzart: Ist der Schmerz pulsierend pochend oder dumpf drückend, vielleicht auch ziehend?
  • Lokalisation: Wo schmerzt es hauptsächlich? Einseitig oder am ganzen Kopf? Schmerzt es eher an den Schläfen, im Nacken oder hinter der Stirn?
  • Zunahme bei Bewegung: Machen Sie hier ein Kreuz, wenn der Schmerz sich verschlimmert, wenn Sie sich bewegen
  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Lichtempfindlichkeit
  • Lärmempfindlichkeit
  • Sehstörungen: Wie bei den vorangegangen Punkten machen Sie auch hier ein Kreuz, wenn dieses Symptom auftritt. Gemeint ist damit allerdings ein Flimmern vor den Augen oder wenn Sie plötzlich bestimmte Bereiche nicht mehr sehen können (Gesichtsfeldausfall)
  • Auslösende Faktoren: Was hat dazu geführt, dass es zu den Kopfschmerzen gekommen ist? Ein sehr wichtiger Punkt, der nicht immer ganz klar ist. Dazu gehört, dass Sie lernen, sich selber zu beobachten. Dieser Punkt bereitet am meisten Schwierigkeiten.
  • Aktivität: Was haben Sie getan, als die Kopfschmerzen eintraten? Geschlafen, gearbeitet, sind Sie einem Hobby nachgegangen, haben Sie sich gestritten?
  • Emotionale Belastungen: Welches Thema hat Sie im Vorfeld beschäftigt?
  • Ernährung: Was haben Sie gegessen oder getrunken? Haben sie geraucht?
  • Schlaf: Wie viel haben Sie in der vergangenen Nacht geschlafen?
  • Medikament: Wenn Sie bereits Medikamente nehmen, zum Beispiel gegen Migräne, tragen Sie ein, welches Medikament das war.
  • Dosierung: Wie hoch war die Dosierung des Medikaments, das Sie eingenommen haben?
  • Wirkte gut in ...: Das Medikament hat geholfen. Wie lange hat es gedauert? Sind die Kopfschmerzen weniger geworden oder ganz verschwunden?
  • Wirkte kaum
  • Wirkte nicht

Diesem Kalender können Sie noch weitere individuelle Parameter hinzufügen. Beispielsweise, wenn Sie bestimmte Faktoren kennen, die Kopfschmerzen auslösen. Dann legen Sie dafür eine gesonderte Spalte an. Bei Frauen kann das der Punkt Menstruation sein. Sie werden merken, wie Sie den Ursachen für Ihre Kopfschmerzen immer näher kommen, um diese dann effektiv bekämpfen zu können. Wie bereits erwähnt ist es hier hilfreich, sich professionelle Hilfe zu holen, damit die Ergebnisse gemeinsam evaluiert werden können.

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