Mädchen und Technik? Kein Problem!

Corinna Bangert ist glücklich, dass sie sich für einen technischen Beruf entschieden hat.
  • Corinna Bangert ist glücklich, dass sie sich für einen technischen Beruf entschieden hat.
  • hochgeladen von Helke Floeckner

Heute steht Metallverarbeitung auf dem Plan. Löcher bohren, mit und ohne Gewinde. Als nächstes rückt Corinna den Kanten mit der Feile zu Leibe. Sie macht ihre Sache gut, genau wie die Jungs. „Erst mal habe ich schon Respekt vor unbekannten Werkzeugen und Maschinen“, gibt die 16-Jährige zu. Aber wenn sie damit umzugehen weiß, kennt sie keine Zurückhaltung.

Corinna Bangert ist Auszubildende im ersten Lehrjahr, sie wird Elektronikerin für Betriebstechnik. „Eigentlich ein klassischer Männerberuf, zumindest denken das viele“, weiß Johannes Trümper, Ausbildungsleiter bei E.ON Thüringer Energie. Zu 99 Prozent bewerben sich Jungen für diesen Beruf. „Dabei können Frauen das genauso gut.“ Wie Corinna. Für sie stand lange schon fest: Es kommt nur ein technischer Beruf in Frage. Früher hat sie es geliebt, mit dem Papa an Radios herumzubasteln und ihm Löcher in den Bauch zu fragen. „In einem Büro zu sitzen, wäre wie eine Strafe für mich“, lacht sie und stellt klar: „Ich bin trotzdem ein richtiges Mädchen, habe auch mit Puppen gespielt“.

Manchmal findet Corinna es schade, dass nur wenige Mädchen den Mut haben, einen technischen Beruf zu ergreifen. Dr. Inge Schubert, Pressesprecherin des Verbandes der Wirtschaft Thüringens, sieht das genau so. „Dabei haben wir in Thüringen so viele Unternehmen, die jungen Mädchen tolle Chancen bieten.“ Der Verband bemüht sich seit Jahren darum, junge Frauen aufmerksam zu machen. Darauf, dass ein technischer Beruf längst nichts mehr mit Schmutz und körperlich schwerer Arbeit zu tun hat. Und von den Voraussetzungen her sind junge Frauen den männlichen Kollegen längst ebenbürtig. Außerdem wird vor allem in der Metall- und Elektroenergiebranche gut bezahlt, viele Unternehmen sind familienfreundlich. „Mädchen auf der Suche nach einem interessanten Beruf sollten sich das einfach mal ansehen und hineinschnuppern.“, rät Dr. Schubert. Der Girls‘ Day bietet dazu eine gute Gelegenheit.

DER GIRLS' DAY:
Am 25. April können Mädchen ab der fünften Klasse mitmachen und sich in der Arbeitswelt, in Technik, ­Naturwissenschaften, Forschung, Informatik und Handwerk umsehen. Infos: www.girls-day.de.

Autor:

Helke Floeckner aus Erfurt

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