Neuerungen der GmbH-Gründung ab 01.01.2018
Neuerungen der GmbH-Gründung ab 01.01.2018

Im März 2017 wurde das Deregulierungsgesetz mit dem Ziel beschlossen, bürokratische Maßnahmen zu minimieren und zu erleichtern. Im Fokus des Gesetzes steht das Anliegen, Verwaltungsaufgaben zu reduzieren und den Ausbau des sogenannten e-Governments voranzutreiben. Nunmehr folgen einige Änderungen des Gesellschaftsrechts, die sich beispielsweise auf die Gründung von Gesellschaften mit begrenzter Haftung – sogenannten GmbHs – beziehen.

Wesentliche Erleichterungen für Einpersonen-GmbHs

Zukünftig verweist § 9a GmbHG auf ein neues Gründungsverfahren, das bei Gesellschaften unter verschiedenen Umständen angewendet werden kann. Wird die GmbH – die sogenannte Einpersonen-GmbH – über eine Errichtungserklärung durch eine Person gegründet und ist die Person zugleich alleiniger Geschäftsführer des Unternehmens, werden die juristischen und bürokratischen Anforderungen vereinfacht. Die wichtigste Neuerung des Gründungsverfahrens der sogenannten EPG besteht darin, dass die Gründung ausschließlich über die Bank sowie das Unternehmensserviceportal erfolgt. Eine notarielle Unterstützung ist ab 2018 für dieses juristische Verfahren nicht mehr notwendig.

Ein Bankkonto und eine Erklärung zur Gesellschafts-Errichtung als Voraussetzung

Die Eröffnung des als Geschäftskonto eingesetzten Bankkontos dient beispielsweise dem Zweck, die Stammeinlage von mindestens 17.500 Euro auf dieses Konto einzuzahlen. Außerdem ist der Geschäftsführer verpflichtet, eine standardisierte Erklärung über die Errichtung der Gesellschaft abzugeben. Sicherlich sind detaillierte Konkretisierungen über die neuen Optionen des Gründungsverfahrens gemäß § 9a GmbHG notwendig. Allerdings ist ein erster Schritt erfolgt. Nun bleibt abzuwarten, ob nach diesem Schema agierende GmbHs auch langfristig mit Erfolg agieren werden.

Denn nichtsdestotrotz ist die Gründung einer GmbH für den Geschäftsführer sowie die Gesellschafter mit Verpflichtungen verbunden. Möglicherweise ist nicht auszuschließen, dass aufgrund entstehender Informationsdefizite Verpflichtungen bei der Führung der GmbH vernachlässigt werden. Diese mangelnden Informationen wirken sich eventuell negativ auf einen langfristigen Unternehmenserfolg aus.

Quellenlinks:
https://www.ihk-schleswig-holstein.de/recht/handelsrecht/gmbh-gruendung/1359708
https://www.streichert.de/

Autor:

Jörg Georgi aus Erfurt

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