Nur eine Frage: Warum gibt es in einem Flugzeug Schwimmwesten und keine Fallschirme?

So legt man also die Schwimmweste an. Aber wäre ein Fallschirm im Falle eines Flugzeugabsturzes nicht die bessere Alternative?
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  • So legt man also die Schwimmweste an. Aber wäre ein Fallschirm im Falle eines Flugzeugabsturzes nicht die bessere Alternative?
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„Unter Ihrem Sitz finden Sie eine Schwimmweste. Auf Anweisung der Besatzung ziehen Sie die Schwimmweste über den Kopf, befestigen die Verschlüsse vorn und ziehen die Gurte fest.“ So in etwa klingen die Sicherheitsanweisungen vor einem Flug. Aber warum sind Schwimmwesten unter den Sitzen? Schließlich befindet man sich doch nicht auf einem Schiff. Die Antwort auf diese Frage kennt Sieghard Jähn, „Accountable Manager“ bei der Germania Fluggesellschaft mbH.

Dass sich keine Fallschirme an Bord befinden, liegt an der Konstruktion und an der Sicherheit unserer heutigen Passagiermaschinen. Fallschirme gibt es nur für Kleinflugzeuge, in deren Kabine der Druckunterschied minimal ist und aus denen der Pilot leicht abspringen kann.

Aus einem großen Flugzeug kommt man nicht so leicht heraus. Die heutigen Maschinen sind mit einer Druckkabine ausgerüstet, sodass man - anders als in Filmen - die Türen während des Fluges gar nicht öffnen kann. Darüber hinaus herrschen in der Reisflughöhe von zehn bis zwölf Kilometer Höhe Sauerstoff- und Druckverhältnisse, die ein Mensch ohne speziellen Schutzanzug nicht überlebt.

Ohne Schutzanzug, kein Fallschirmflug

Für Passagiere ist es die beste und sicherste Variante, angeschnallt auf dem Platz zu bleiben und dem Piloten zu vertrauen. Auch wenn Notfälle extrem selten auftreten, trainieren Piloten regelmäßig dafür.

Schwimmwesten befinden sich an Bord, weil zunächst der Gesetzgeber es verlangt. „Der Luftfahrtunternehmer darf ein Landflugzeug für Flüge über Wasser in einer Entfernung von mehr als 50 NM (Nautische Meilen) von der Küste oder für Starts und Landungen auf einem Flugplatz, bei dem die Startflug- oder Anflugbahn so über Wasser verläuft, dass bei einer Strömung mit einer Notwasserung zu rechnen wäre, nur betreiben, wenn für jeden Insassen eine Schwimmweste mit einem Licht zur Ortung Überlebender vorhanden ist.“

Wir erinnern uns alle bestimmt an die Landung vom Hudson-River in New York. Das war ein anschauliches Beispiel dafür, dass ein Flugzeug im Notfall sogar im Wasser landen kann und nicht sofort untergeht. Schwimmwesten können in solch einer Situation dann sehr nützlich sein und Leben retten.

So legt man also die Schwimmweste an. Aber wäre ein Fallschirm im Falle eines Flugzeugabsturzes nicht die bessere Alternative?
Sieghard Jähn ist "Accountable Manager" bei der Germania Fluggesellschaft mbH.
Autor:

Michael Steinfeld aus Erfurt

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