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Nur eine Frage... Warum haben denn Frauen schneller kalte Füße als Männer, Herr Dr. Kohl?

Wo: Zentralklinik, Bad Berka auf Karte anzeigen
Zeigt her eure Füße!
Zeigt her eure Füße! (Foto: Rike / pixelio.de)
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Warum haben denn Frauen schneller kalte Füße als Männer, Herr Dr. Kohl?

Die Ursache liegt im Wesentlichen darin, dass Frauen etwa 15 bis 20 Prozent weniger Muskulatur als Männer besitzen. Wenn Muskeln Arbeit verrichten, dann geben sie etwa 70 Prozent der Energie als Wärme ab, stellen also quasi eine Körperheizung dar.

Hinzu kommt, dass bei Frauen das Verhältnis Masse zu Körper­oberfläche un­günstiger ist als bei Männern. Beispiels­weise ist es ein natürlicher Reflex, sich bei Kälte zusammenzurollen, denn damit verkleinert man die eigene Körper­oberfläche und verringert die Wärmeabgabe.

 Frauen produzieren zum einen weniger Wärme und ­verlieren diese auch schneller. Die kalten Füße oder Hände der ­Frauen sind Ausdruck der Gegenregu­lation des Körpers. Um Bereich des Körper­stammes, dem Sitz der lebens­wichtigen ­Organe, eine ­konstante Temperatur von ­zirka 37 Grad ­Celsius zu gewährleisten, verengen sich die Blutgefäße in den Ex­tremi­täten bei Kälte und konzentrieren so die Wärme, wo sie am wich­tigsten ist. Die Temperatur der weiblichen Füße und Hände kann dabei bis auf 8 Grad Celsius sinken.

Der Antwortgeber

Dr. Thomas Kohl, Chefarzt der Klinik für Thorax- und Gefäßchirurgie in der
Zentralklinik Bad Berka

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