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Nur eine Frage: Warum können Papageien sprechen?

Papageidame Daisy aus Sömmerda ist das Maskottchen der Werder Freunde Erfurt. Und "Tooor!" kann sie auf jeden Fall sagen.
Papageidame Daisy aus Sömmerda ist das Maskottchen der Werder Freunde Erfurt. Und "Tooor!" kann sie auf jeden Fall sagen.
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Die Antwort kennt Dirk Eppert, Vorsitzender des Ziergeflügel- und Exotenvereins Erfurt 1954 e.V.:

Papageien sind sehr intelligente Tiere. Man spricht ihnen bekannterweise auch eine Sprachbegabung zu. Obwohl man nicht wirklich von "sprechen" reden kann.

Dass es rein technisch mit den Lauten klappt, dafür sorgen sogenannte Luftsäckchen, Membrane und eine kräftige Zunge. Der Papagei schnappt den gehörten Ton auf und ahmt ihn nach, fast wie ein Echo. Die Papageien-Worte sind den vorgesprochenen Worten in ihrem Klang sehr ähnlich, man kann hören, ob sie ein Mann oder eine Frau gesagt haben.

Allerdings muss man viel Geduld haben und sich intensiv mit dem Tier befassen, sie fördern. Also ihm viel Aufmerksamkeit schenken und immer wieder das Wort oder mehr vorsprechen. Erst im Alter von einem halben bis dreiviertel Jahr funktioniert das. Oder auch nicht. Manche der Vögel sind sprachbegabter als andere, manche haben einfach keine Lust, einen eigenen Willen, möchte man meinen. Beginnen sollte man mit einfachen Silben und Worten wie "Hallo", "Komm" oder dem Vogelnamen. Dann lässt sich der Schwierigkeitsgrad steigern.

Manche Papageien beherrschen - wenn sie immer wieder üben - bis zu 1000 Wörter oder können ganze Lieder singen. Den Sinn des Gesagten allerdings verstehen sie nicht. Doch sie merken sich sehr wohl Reaktionen der Menschen auf bestimmte Worte und Sätze und sagen sie dann scheinbar gezielt, damit jemand reagiert. Es sind eben sehr schlaue Tiere.

Papageidame Daisy aus Sömmerda ist das Maskottchen der Werder Freunde Erfurt. Und "Tooor!" kann sie auf jeden Fall sagen.
Dirk Eppert ist Vorsitzender des Ziergeflügel- und Exotenvereins Erfurt 1954 e.V.
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