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Nur eine Frage: Warum ­verschenkt man zum ­Einzug Brot und Salz?

Wo: Handwerkskammer, Fischmarkt 13, 99084 Erfurt auf Karte anzeigen
Neue Nachbarn werden gerne mit Brot und Salz zum Einzug begrüßt. Warum ist das so?
Neue Nachbarn werden gerne mit Brot und Salz zum Einzug begrüßt. Warum ist das so? (Foto: Cornelia Menichelli / pixelio.de)
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Die Antwort auf diese Frage kennt Stefan Lobenstein, Präsident des Thüringer ­Handwerktags und der Handwerkskammer Erfurt.

Es ist ein guter Brauch, willkommenen Gästen, Menschen beim Einzug in eine Wohnung oder bei der Hochzeit Brot und Salz zu schenken. Warum wohl?

Brot ist das Grundnahrungsmittel schlechthin. Im Vaterunser heißt es: „Unser tägliches Brot gib uns ­heute.“ In Kriegszeiten ist Brot das Überlebensmittel. Brot ist die Metapher für das Lebensnotwendige. Eine alte Volksweisheit lautet: „Das Brot, es gehe niemals aus. Das Salz, es würze jeden Schmaus.“ Im Mittelalter gab es bedeutende gut bewachte Salz­straßen in Europa. Früher war das Salz – das weiße Gold – Symbol für Wertvolles, für Kostbares, für Luxus und Wohlergehen. Es galt als Geschenk des Himmels. Das geflügelte Wort „das Salz in der Suppe“ steht für Würze, für Schmackhaftes.

Die kräftigende Wirkung von Salz ist bekannt. Es war früher der wichtigste vor dem Verfall schützende Stoff, ein Symbol gegen Vergänglichkeit. Salz wurde eine beschützende Funktion zugeschrieben. Salz, das Symbol für Würze und Stärke. Wie heißt es doch im Bibelvers von Matthäus: „Ihr seid das Salz der Erde.“ Und „Brot und Salz – Gott erhalt‘s“ heißt es in einem alten Bauernspruch.

Neue Nachbarn werden gerne mit Brot und Salz zum Einzug begrüßt. Warum ist das so?
Stefan Lobenstein ist Präsident des Thüringer ­Handwerktags und der Handwerkskammer Erfurt.
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