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Nur eine Frage: Wie kommt die Gulaschkanone zu ihrem Namen?

Wo: Feldküchencenter, Rudolf-Diesel-Straße 22, 06667 Weißenfels auf Karte anzeigen
Polnischer Feldküchenwagen „wz. 36-P“.
Polnischer Feldküchenwagen „wz. 36-P“. (Foto: Jan Jerszyński)
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Kaum ein Fest auf dem Lande kommt ohne Gulaschkanone aus. Doch warum trägt die Feldküche diesen militärischen Namen? Und warum wird eigentlich meistens Erbsensuppe aus der Gulaschkanone serviert? Die Antworten auf diese Fragen kennt Robert Lad. Er ist geschäftsführender Gesellschafter der GEH Gastro Event & Handels GmbH. Das Feldküchencenter des Unternehmens ist deutschlandweit mit einer Flotte von 30 Feldküchen unterwegs, um bis zu 25.000 Personen zu bewirten.

Lange Zeit wurde die Erfindung der Gulaschkanone Carl Rudolf Fissler zugeschrieben, der 1892 eine fahrbare Küche zum Patent angemeldet hatte. Erst in den letzten Jahren wurde ein Patent entdeckt, das darauf hinweist, dass der Feldkochherd bereits 1850 von den Hamburger Apothekern Heinrich und Theordor Zeise in Hamburg Altona zum Patent angemeldet wurde. Die Apotheker beabsichtigten, die Speisung armer Menschen voranzutreiben. Die wesentliche Innovation dabei war Speisen unter Druck mit Wasserdampf herzustellen.

Hülsenfrüchte statt Patronenhülsen

Zur Berühmtheit kamen die Feldkochherde aber erst im 1. Weltkrieg, als sie der Massenversorgung bei der Armee dienten. Und hier wurde der Name „Gulaschkanone“ geprägt. Soldaten marschierten in langen Reihen, in denen auch das Militärgerät mitgeführt wurde. Von hinten und aus der Ferne sahen die Feldkochherde auf Holzrädern mit herabgeklapptem Kamin genauso aus wie Geschützkanonen. So entstand der Name „Gulaschkanone“. Aus ihr wurde also nicht geschossen, sondern sie diente der Versorgung und auch der Hygiene.

Da sich Hülsenfrüchte besonders leicht lagern und auch transportieren lassen, wurde der Erbseneintopf zunächst zum Klassiker in der Armee, hat sich jedoch über Jahrzehnte als Lieblingsgericht gehalten. Besonders in Thüringen sind viele Gulaschkanonen mit Erbsensuppe auch heute noch im Einsatz und die Liebhaber werden immer mehr.

Es gibt kein Originalrezept für ungarischen Kesselgulasch

In dem Zusammenhang auch eine interessante Frage: Wie geht das original ungarische Kesselgulasch? Antwort: Es gibt kein Originalrezept. Es entstand zu Kriegszeiten in Ungarn. Es wurde alles in den Kessel geworfen, was links und rechts von den Feldern gehamstert werden konnte , was zusammengefahren oder geschossen wurde. Es ist also ein Mythos, dass original ungarischer Kesselgulasch nur aus Rind besteht.

Polnischer Feldküchenwagen „wz. 36-P“.
Robert Lad ist geschäftsführender Gesellschafter der GEH Gastro Event & Handels GmbH. Das Feldküchencenter des Unternehmens ist deutschlandweit mit einer Flotte von 30 Feldküchen unterwegs, um bis zu 25.000 Personen zu bewirten.
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