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Nur eine Frage: Woher kommt die ­Redewendung „Durch die Lappen gehen“?

Wo: Landesjagdverband Thüringen e.V., Frans-Hals-Straße 6C, 99099 Erfurt auf Karte anzeigen
„Durch die Lappen gehen!“ entstammt der Weidmannssprache.
„Durch die Lappen gehen!“ entstammt der Weidmannssprache. (Foto: Torsten Rempt / pixelio.de)
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Ist mir eine Gelegenheit entgangen, ist sie mir die Chance durch die Lappen gegangen. Woher diese Redensart kommt, weiß Frank Herrmann. Er ist Geschäftsführer des ­Landesjagdverbandes Thüringen e.V.

„Durch die Lappen gehen!“ entstammt der Weidmannssprache. Die Lappjagd ist eine alte Jagdart, die ein Gebiet ­anstelle von Treibern und ­Schützen mit Lappen, sogenanntem Blendzeug, eingrenzt.

Das Wild verlässt das bejagte Gebiet an den Stellen, wo sich keine Lappen befinden und kann dort von den Schützen erlegt werden. Wenn nun das Wild „durch die Lappen ging“, dann verließ es den abgegrenzten Bereich an einer Stelle, wo kein Schütze stand und war somit für den Jäger verloren.

Die Lappjagd ist bei uns ungebräuchlich

In Deutschland regelt Paragraph 19, Absatz 1, Nummer 3b des Jagdgesetzes die Lappjagd. ­Danach ist es verboten, die Lappjagd innerhalb einer Zone von 300 Metern von der Bezirksgrenze auszuführen. Aufgrund des dennoch hohen Aufwandes bei Ausbringung und ­Einholung der Bänder mit den daran angebrachten Lappen ist diese Jagdart in der Gegenwart bei uns ­ungebräuchlich.

„Durch die Lappen gehen!“ entstammt der Weidmannssprache.
Frank Herrmann ist Geschäftsführer des Landesjagdverbandes Thüringen e.V.
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