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Mobilität und Technik
So finden selbstfahrende Autos den richtigen Weg bei Dunkelheit

Mit Hilfe einer neuen Technologie von 3M soll das Fahren in Baustellen sicherer gemacht werden. Selbstfahrende Autos reduzieren ihr Tempo frühzeitig, um die Baustelle vorsichtig zu passieren.
Mit Hilfe einer neuen Technologie von 3M soll das Fahren in Baustellen sicherer gemacht werden. Selbstfahrende Autos reduzieren ihr Tempo frühzeitig, um die Baustelle vorsichtig zu passieren. (Foto: © Jannik Werkmeister 3M / TRD Auto )
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By TRD-Pressedienst (TRD/MID)  – Selbstfahrenden Autos gehört die Zukunft. Doch bis zur Serienreife der rollenden Roboter sind noch einige
Sicherheitslücken zu schließen. Damit sind allerdings viele
Autohersteller überfordert und setzen auf die Hilfe der Spezialisten.
IT-Giganten wie Google oder Apple mischen deshalb mit und nutzen dieses
Feld als Spielwiese für die eigenen Forscher und Techniker. Einen
Schritt weiter ist der Multitechnologiekonzern 3M, der automatisierten
Fahrzeugen mit einer neuen „Zauberformel“ eine bessere Orientierung im
alltäglichen Straßen-Dschungel bieten und damit das Sicherheitsrisiko
minimieren will. 

Und was haben sich die schlauen Köpfe des Unternehmens ausgedacht? Die Antwort klingt überzeugend und hat auch nichts mit Science-Fiction
zu tun: Damit selbstfahrende Autos nicht vom rechten Weg abkommen,
werden Verkehrsschilder und Fahrbahnmarkierungen mit maschinenlesbaren
Daten versehen. „Wir nutzen unsere Kernkompetenz im Bereich
Folientechnologie, um die vorhandene Verkehrsinfrastruktur so
aufzurüsten, dass sie das autonome Fahren sicherer macht“, sagt Götz
Stamm, bei 3M Hauptabteilungsleiter Verkehrssicherheit, dem mid.Doch was passiert eigentlich bei schlechtem Wetter? Können die Daten dann überhaupt gelesen werden? Laut Götz Stamm funktioniert das System
bei Regen, Nebel und Schnee – ohne Elektronik, GPS und Strom. „Die neue
Infrastruktur kommuniziert mit Mensch und Fahrzeug über Sensoren“,
erklärt der Experte. Das bedeutet in der Praxis: Während der Fahrer das
herkömmliche Verkehrsschild wahrnimmt, erfassen die Systeme zusätzliche
Informationen, die für das bloße Auge unsichtbar sind.Die unsichtbaren Barcodes sollen beispielsweise über Tempolimits und Fahrbahnsperren informieren und Koordinationsdaten übermitteln.
„Diese Informationen können dynamisch an die aktuelle Verkehrslage angepasst werden“, verspricht Götz Stamm. Der Experte betont, dass die Technologie  bereits vorhandene Kamera- und GPS-basierte Systeme ergänzt.In den USA wird das neue System derzeit auf verschiedenen Teststrecken unter möglichst realen Bedingungen erprobt. Dafür konnte 3M  die US-Autohersteller Ford und General Motors als Kooperationspartner gewinnen. Schon bald sollen auch in Deutschland und Europa erste Teststrecken mit dem „intelligenten“ Material ausgestattet werden. So können zum Beispiel Baustellen mit Hilfe der neuen Technologie sicherer gemacht werden. „Selbstfahrende Autos reduzieren ihr Tempo frühzeitig, um die Baustelle vorsichtig zu passieren“, erklärt Götz Stamm.Viel Beachtung und eine überaus positive Resonanz gab es für die neue Technologie bereits auf der großen Bühne der Internationalen
Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main. Dort führten die
Verantwortlichen des Unternehmens Gespräche mit Autobauern und
Zulieferern sowie Anbietern von Sensoren und Unternehmen aus dem Bereich
Datenverarbeitung. „Unser Ziel ist es, das Thema mit weiteren Partnern
aktiv voranzutreiben“, sagt Götz Stamm.Natürlich will 3M die neue Technologie allen Autokonzernen für die Serienproduktion zur Verfügung stellen. Eine Zeitvorgabe dafür gebe es jedoch nicht, meint Götz Stamm: „Das hängt im Wesentlichen von den Investitionen in die Infrastruktur, der Weiterentwicklung der Technologie mit Partnerunternehmen sowie der Definition einheitlicher
Standards ab.“ Gerne verweist der Experte darauf, dass sein Unternehmen
bereits seit mehr als 75 Jahren Produktlösungen für die
Verkehrssicherheit entwickelt und vertreibt: „Wir haben beispielsweise
die ersten reflektierenden Verkehrsschilder erfunden, die die Straßen
auch bei Nacht sicherer gemacht haben.“ Das klingt in der Tat nach einer
Erfolgsgeschichte.

Mit Hilfe einer neuen Technologie von 3M soll das Fahren in Baustellen sicherer gemacht werden. Selbstfahrende Autos reduzieren ihr Tempo frühzeitig, um die Baustelle vorsichtig zu passieren.
Damit selbstfahrende Autos nicht vom rechten Weg abkommen, werden Verkehrsschilder und Fahrbahnmarkierungen mit maschinenlesbaren Daten versehen.
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