Tolle Knolle: Ingwer

Die Ingwer-Knolle wird immer beliebter - in der Küche und als Heilmittel. Foto: Luzia Ellert/Collection Rolf Heyne
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  • Die Ingwer-Knolle wird immer beliebter - in der Küche und als Heilmittel. Foto: Luzia Ellert/Collection Rolf Heyne
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In Asien spielt Ingwer seit Urzeiten eine wichtige Rolle: in der Küche und als Medizin. Auch bei uns ist das exotische Gewürz längst nicht mehr nur in Currywurst, Lebkuchen und Ginger Ale zu finden. Für das Buch „Ingwer“ hat Oliver Hoffinger 150 leicht nachkochbare Rezepte ausgesucht. Luzia Ellert liefert die kunstvollen Fotos dazu und Ingo Swoboda das theoretische Fundament.

• Ingwer soll Erkältungen vorbeugen, die Verdauung anregen, gleichzeitig den Magen beruhigen, Kopfschmerzen lindern und den Kreislauf auf Trab bringen.

• Indonesische Seefahrer schützten sich einst mit Ingwer vor der Seekrankheit. Auch heute wird er auf mancher Kreuzfahrt gegen Übelkeit gereicht.

• Ingwer ist eine schilf­artige Staude. Genutz wird der unterirdische Teil, das „Rhizom“.

• Die größten Ingwerproduzenten sind Indien, China, Taiwan, Thailand, Nigeria, Jamaika und Australien.

• Frischer Ingwer besteht zu 80 Prozent aus Wasser. Doch seine ätherischen Öle und die Scharfstoffe Gingerol und Shogaol machen ihn zur Besonderheit.

• Der Scharfstoff Shogaol tritt erst beim Lagern, Trocknen oder Kochen hervor. Darum ist getrockneter Ingwer deutlich schärfer als frischer.

• Wer damit kochen will, sollte kein fertiges Pulver kaufen, da das gemahlene Gewürz schnell an Aroma und Geschmack verliert. Viel besser ist es, frischen Ingwer selbst zu reiben.

• Ingwer kann Fischgeruch weitgehend neutralisieren.

• Ob frisch oder getrocknet: Je länger Ingwer mitkocht, umso schärfer wird das Essen. Wer die Schärfe nicht mag, kann der Speise erst kurz vor dem Servieren frischen Ingwer zugeben.

• Im Kühlschrank hält sich frischer Ingwer bis zu drei Wochen. Ist er schon runzelig, muss er nach dem Schälen ganz fein gerieben werden, um ihm doch noch Aromastoffe zu entlocken.

• Zum Einfrieren am besten das ganze Stück ins Tiefkühlfach legen. Bei Bedarf den Ingwer portionsweise im gefrorenen Zustand schneiden oder reiben.

• Geschälte Ingwerstücke können auch in Alkohol eingelegt werden je nach Geschmack in Madeira, Sherry oder Branntwein. In süßem Essig konservierter Ingwer entfaltet ein süßsaures, relativ scharfes Aroma.

Buchtipp:
„Ingwer“ von Oliver Hoffinger, Luzia Ellert, ­Ingo Swoboda, 240 Seiten, 150 Rezepte, 75 Fotos, Verlag: Collection Rolf Heyne, 39,90 Euro

Autor:

Sibylle Klepzig aus Nordhausen

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