Unterschiede zwischen Aldi Nord und Aldi Süd

Nach der Übernahme der Söhne im Jahr 1945 konnten sich diese 1961 nicht auf den Verkauf oder Nichtverkauf von Tabakwaren einigen. Es gab keinen Kompromiss und der Konzern wurde aufgeteilt.

Aldi Nord wird seitdem von Karl geleitet, der für den Verkauf von Tabakwaren war und ist und Aldi Süd von Theo. Dessen Widerstand gegen den einen Artikel Tabakwaren spaltete Deutschland in etwa 2.200 Filialen Aldi-Nord und 1.900 Filialen Aldi-Süd wie man auf discounter-check.com nachlesen kann.

Das Trennungsobjekt wird zwar inzwischen seit 2003 ebenfalls bei Aldi Süd verkauft, doch die Teilung bleibt bestehen.

Was unterscheidet die Filialen Nord von Süd?

Nord-Chef Karl hat deutlich länger am alten Geschäftskonzept festgehalten. Die von Beginn an sehr spartanisch eingerichteten Geschäftslokale mit schlichten Regalen, auf denen die Umkartons zum Entnehmen einfach aufgeschnitten stehen, weichen deutlich langsamer als im Süden.

Erst als im Laufe der Jahre die Umsatzzahlen gegenüber dem Süden mit weniger Filialen auffällig zurückgehen, denkt auch der Norden an Erneuerung und Modernisierung.

Ein Erbstreit mit Sohn Bertholt trägt ebenfalls zu einer Verschlechterung der Firmensituation bei (Quelle).

Worin liegt der Vorsprung von Aldi Süd?

Süd-Chef Theo kaufte im Jahr 1968 die österreichische Ladenkette Hofer mit ca. 30 Filialen auf. Hier verschmilzt bis heute noch in manchen österreichischen Regionen sichtbar der Name Aldi mit Hofer.

Theo erkannte in allen Bereichen früher die Bedeutung von z. B. angenehmer Einkaufsatmosphäre oder zentraler Erreichbarkeit. So entstanden seit 1980 die Filialen mit einem großen Parkplatzangebot. Wer mit dem eigenen Auto bis vor das Geschäft fahren kann, nimmt größere und schwerere Einkäufe mit.

Zwischen 1984 und 1998 werden alle Filialen zuerst mit Kühltheken und nachfolgend zusätzlich mit Tiefkühltheken ausgestattet. Ab 2008 kommen Fotovoltaikanlagen auf die Dächer der Gebäude, welche bis zu 15 % des eigenen Strombedarfs erzeugen.

Aldi-Nord folgt aufgrund der offensichtlichen Gewinnverbesserungen der Strategie von Aldi-Süd, kann aber bis heute noch nicht den verlorenen Zeitvorsprung aufholen.

Wie steht es heute zwischen Aldi-Nord und Aldi-Süd?

Beide Regionen arbeiten immer weiter am Ausbau ihres Filialnetzes. Es gibt Ausbildungsplätze und duale Studiengänge. Längst ist der "Kartonaufreißer" und Kassierer ein gut ausgebildeter Angestellter.

Um noch besser gegen Mitbewerber aufgestellt zu sein, rücken die beiden langjährigen Kontrahenten wieder enger zusammen. Eigenmarken gibt es unter dem gleichen Namen wieder bei jedem Aldi. Bio- und ÖKO-Produkte füllen immer mehr die Regale.

Es wird großen Wert auf Nachhaltigkeit gelegt. Auf firmeneigenen Parkplätzen entstehen Ladestationen für E-Bikes und Elektroautos.

Die Zusammenarbeit funktioniert seit einigen Jahren wieder deutlich besser. Aldi-Nord braucht noch etwas mehr Zeit bis zum Aufholen des Rückstandes gegenüber Aldi-Süd.

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