Wenn die Hitze den Körper schwächt - Sommergrippe behandeln und vermeiden

Im Sommer eine Erkältung oder gar handfeste Grippe zu haben ist eigentlich ein Paradox. Kalte Winde, Regen und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, also die typischen Klima-Vorläufer einer Grippe, sind in den Sommermonaten weitestgehend ausgeschlossen. Dennoch ist gerade der September eine beliebte Zeit für Deutsche sich eine üble Sommergrippe einzufangen - Grund sind Abwandlungen der herkömmlichen Grippeviren.

Enteroviren als Ursprung allen Übels

Enteroviren bevorzugen ihre Umgebung, anders als die "typischen" Grippeviren, bei warm bis heißen Temperaturen. Damit sind die Monate Juli, August und September der perfekte Nährboden für die Viren, die während dieser Zeit langsam reifen und sich vermehren können. Anfang September ist dann im Regelfall die kritische Phase, in der immer mehr Sommergrippen beobachtet werden können, welche dank Schmier- und Tröpfcheninfektion auch rasant verbreitet werden. Menschenmengen im Freibad, Biergarten oder bei Konzerten, Festivals und Veranstaltungen sorgen dann für den perfekten Nährboden und eine regelrechte Grippewelle. Die ersten Anzeichen einer Sommergrippe durch Enteroviren gleichen denen der normalen Grippe. Halsschmerzen und Husten stellen sich schnell ein, der Schnupfen folgt meist schon am Tag nach den ersten Anzeichen. Verschiedene Hausmittel und Präparate behandeln die Symptome und machen die Sommergrippe, zumindest bis zu einem gewissen Maß, erträglicher, dennoch braucht das Immunsystem in erster Linie Zeit, um sich den Viren anzunehmen und diese zu bekämpfen.

Die Immunstärkung geht bei einem gesunden Immunsystem relativ schnell. Im Normalfall ist die Sommergrippe schon nach 4 bis 5 Tagen weitestgehend überstanden. Dann schwächelt der Körper zwar immer noch ein wenig, zumindest aber die klassischen Symptome wurden merklich zurückgefahren oder sind gar nicht mehr vorhanden. Hausmittel und Medikamente beschleunigen den Heilungsprozess, anders als häufig angenommen, nicht im Geringsten. Dafür machen sie die Zeit während der Grippe erträglicher. Erlaubt ist also, was auch als helfend empfunden wird.

Die Grippe im Keim ersticken

Hygiene ist im Kampf gegen die Sommergrippe das A und O. Mehrmals täglich sollten die Hände gewaschen oder desinfiziert werden. Enteroviren werden nahezu immer über die Tröpfcheninfektion verbreitet, weshalb der direkte Kontakt mit öffentlichen Einrichtungen, soweit möglich, vermieden werden sollte - dazu zählen vorwiegend Türklinken und Haltegriffe in öffentlichen Verkehrsmitteln. Auch sollte das Immunsystem durch zu intensive Klimaanlagen und übermäßig kalte Getränke nicht geschwächt werden.

Autor:

Clemens Wolff aus Erfurt

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