Wie Entstehen Husten und Halsschmerzen, und wie Hilft ein Hustensaft?

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Husten ist ein wichtiger Schutzreflex unseres Körpers zur Reinigung der Atemwege. Mit hoher Geschwindigkeit werden dabei Staub, kleine Fremdkörper, Schadstoffe und Krankheitserreger aus dem Körper entfernt. In der nassen und kalten Jahreszeit ist dieser Schutzreflex besonders gefordert. Der Arzt unterscheidet grundsätzlich zwischen zwei Arten von Husten:

  • Trockener Husten, auch Reizhusten oder unproduktiver Husten genannt
  • Produktiver Husten mit Schleimbildung

Was genau unterscheidet die beiden Arten?

Trockener Husten (Reizhusten)

Trockener Husten ist eine Reaktion auf verschiedene Einflüsse aus der Umwelt, wie z. B. Staub, Zigarettenrauch, Gase oder Allergene (Pollen). Der Husten ist hart, manchmal schmerzhaft und recht unangenehm, denn das Kratzen im Hals verschwindet danach nicht. Es entsteht, weil die Schleimhaut gereizt ist. Eine Reinigungsfunktion findet bei Reizhusten nicht statt, da kein Schleim abgehustet wird. Der Körper hat keinen Nutzen davon, der Husten ist "unproduktiv". Wichtig: Eine Erkältungskrankheit startet zumeist mit einem trockenen Reizhusten.

Produktiver Husten

Liegt dem trockenen Reizhusten eine Erkältungskrankheit zugrunde, geht er innerhalb von etwa zwei bis vier Tagen in einen Husten mit Schleimbildung über. Oft kommen bei produktivem Husten weitere Symptome wie Fieber, Schnupfen und Schluckbeschwerden hinzu. Die Schleimbildung in den Bronchien ist vermehrt, und besonders am Anfang oft zäh. Da der Schleim Nährboden für Bakterien sein kann, ist es wichtig, das Abhusten zu unterstützen. Sind die Bronchien wieder schleimfrei, aber noch gereizt, kommt es oft nochmals zu einem trockenen Reizhusten.

Therapie

Eine Hustentherapie richtet sich also grundsätzlich danach, um welche Art von Husten es sich handelt. Es gibt für beide Typen Medikamente:

  • Hustenstiller (Antitussiva)

Trockener Reizhusten ist anstrengend und raubt den Betroffenen vor allem nachts den Schlaf. Eine medikamentöse Behandlung zielt daher darauf ab, den Husten zu stillen, um dem Betroffenen mehr Ruhe zu geben.

  • Hustenlöser

Der zähe Schleim bei produktivem Husten sollte möglichst schnell aus dem Körper geleitet werden, um eine weitere Infektion zu vermeiden. Medikamente sollen dabei helfen, den Schleim zu verflüssigen und die Bronchien zu beruhigen.

Wie wirkt ein Hustenstiller?

Es gibt mehrere Arten von Hustenstillern: Pflanzliche Mittel, rezeptfreie Arzneien und stärker wirkende, rezeptpflichtige Medikamente. Ihre Wirkungsweise unterscheidet sich voneinander:

Pflanzliche Hustenstiller enthalten zumeist Extrakte aus Thymian, Spitzwegerich oder Isländisch Moos. Sie wirken beruhigend, indem sie einen Schutzfilm über die gereizte Atemschleimhaut legen.

Frei verkäufliche Hustenstiller sind im Aufbau ähnlich wie verschreibungspflichtige Medikamente, aber weniger wirksam.

Rezeptpflichtige Hustenstiller sind stärker und wirken recht zuverlässig, haben aber eine Reihe von Nebenwirkungen und sollten daher mit Bedacht gewählt werden. Ihre chemischen Inhaltsstoffe unterdrücken den Hustenreiz, der vom Gehirn ausgeht. Sie haben meistens schlaffördernde Eigenschaften und sollten daher gezielt vor Ruhephasen oder abends eingenommen werden. Sie können das Reaktionsvermögen einschränken und dürfen daher nicht vor Autofahrten und in Verbindung mit Alkohol oder Schlafmitteln eingenommen werden. Einige davon dämpfen den Atemantrieb und können nicht bei Asthma verwendet werden.

Wie wirkt ein Hustenlöser?

Erkältungen gehen oft mit Halsschmerzen einher. Halsschmerzen entstehen durch Entzündungen im Rachenraum, Kratzen und Schluckbeschwerden sind die Folgen. Bei einer entzündeten Schleimhaut in den Atemwegen wird vermehrt Schleim gebildet.

Normaler Bronchialschleim ist dünnflüssig und wässrig, er dient dazu, bei einem Hustenstoß Fremdkörper und Schadstoffe hinauszubefördern. Bei einer Atemwegsinfektion kann er zäh werden, es entsteht ein Sekretstau, der als Nährboden für weitere Viren und Bakterien dienen kann.

Hustenlöser zielen darauf ab, den zähen, festsitzenden Schleim zu verflüssigen, damit er leichter abgehustet werden kann. Auch hier gibt es Medikamente mit pflanzlichen oder synthetischen Wirkstoffen.

In den meisten chemischen Hustenlösern ist der Wirkstoff Ambroxol enthalten. Er verflüssigt den Schleim und hilft beim Abhusten. Zudem besitzt der Stoff eine lokal betäubende Wirkung. Er blockiert die Schmerzweiterleitung ans Gehirn und kann daher in Form von Lutschtabletten akute Halsschmerzen lindern.

Arzneimittel mit hustensaft pflanzlichWirkstoffen sind im Allgemeinen besser verträglich. Bei chemischen Hustenstillern kann es zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Magen- und Darmproblemen, allergischen Reaktionen oder Schwindelgefühlen kommen.

Hustenlöser sollen nicht gleichzeitig mit Hustenstillern eingenommen werden. Bei der Einnahme von Hustenmitteln sollte man darauf achten, wann der trockene Reizhusten in einen Husten mit Schleimbildung übergeht.

Wenn Sie nicht gleich zu Medikamenten greifen möchten, können Sie es zunächst mit einer Reihe von Hausmitteln versuchen.

  • Kräutertees, vor allem mit Extrakten aus Fenchel, Kamille, Anis und Salbei haben sich bewährt. Durch ihre natürlichen Wirkstoffe bekämpfen sie den Hustenreiz und sind auch bei Halsschmerzen wohltuend und lindernd.
  • Honig kann mehrmals täglich oder abends vor dem Schlafen gehen teelöffelweise eingenommen werden. Er enthält ein Enzym, das ähnlich wie ein Antibiotikum wirkt. Außerdem legt er sich durch seine Textur wie ein schützender Film auf die gereizten Schleimhäute.
  • Lutschbonbons, besonders mit Kräutern wie Salbei, Eukalyptus oder Isländisch Moos, besitzen eine vergleichbare Wirkung. Auch sie haben antientzündliche Eigenschaften. Isländisch Moos enthält einen Stoff, der sich, ähnlich wie Honig, schützend über die Schleimhäute legt.

Ein wenig Ruhe und Pflege sind die beste Voraussetzung für eine schnelle Heilung.

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