Worte zum Sonntag: Israel setzt Maßstäbe

Das Kirchenjahr nennt Weihnachten und Ostern. Heute ist „Israel-Sonntag“, das wissen sicher wenige. Dabei ist der „10. Sonntag nach Trinitatis“ seit alter Zeit ein besonderer Gedenktag. Der „Israel-Sonntag“ hat im jüdischen Kalender eine Parallele: Der Tag „Tischa b’Av“ erinnert an die Zerstörung des Tempels in Jerusalem, an Leid und Tod. Nur zu oft war es früher auch die Kirche, die Juden verfolgte oder bei Verfolgung schwieg.

Heute haben wir neu das Wort Jesu vor Augen: „Das Heil kommt von den Juden.“ (Joh. 4,22). Und wir sehen noch mehr. Kurz nach dem Holocaust begann die Geschichte des modernen Staates Israel. Das hatte die UNO am 29. November 1947 beschlossen. So entstand der Staat an einem einzigen Tag.

Hat das der Prophet Jesaja schon geahnt? „Wer hat solches je gehört? Wer hat solches je gesehen? Ward ein Land an einem Tag geboren? Ist ein Volk auf einmal zur Welt gekommen? Kaum in Wehen, hat Zion schon ihre Kinder geboren.“ (Jes 66,8). Juden wohnen wieder in Zion, in einem demokratischen Staat zusammen mit Arabern, Drusen, Tscherkessen und Bahai.

Israel setzt Maßstäbe im HighTech-Bereich. Der USBStick stammt aus Israel. Prozessoren unserer Smartphones sind israelische Entwicklungen. In der Altersmedizin ist das Land führend. Die Wüsten-Landwirtschaft gleicht einem Wunder. Klar, Frieden in Nahost bleibt eine Aufgabe und ein Gebetsanliegen.

Gesegnete Zeit
Egmond Prill

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