„Ab ins Warme!“,

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dachte ich mir, als ich von meiner Frau zu meinem 50. Geburtstag einen Gutschein über eine Paddeltour meiner Wahl bekommen habe.
Da um diese Jahreszeit und für mich zu kurzfristig zum Organisieren nur wenige Paddelreviere in Frage kamen, entschied ich mich für eine geführte Tour. Da hatte ich den Vorteil, ich muss nichts planen.
Vor einiger Zeit hatte ich schon Kontakt mit Norbert Blank und Thomas Gradel die Adresse, wenn man in Ecuador paddeln möchte. Diese Gespräche vertiefte ich im Oktober und am 30. November ging es los. Ab Frankfurt über Amsterdam flog ich nach Quito.

Einmal auf die andere Seite der Welt, wo das ganze Jahr Sommer ist. Ecuador bietet alles was das Paddlerherz begehrt, hab ich mir sagen lassen und war sehr gespannt auf die Flüsse und Eindrücke die ich hier sammeln könnte. In der ersten Nacht nahmen wir ein Quartier, wenige Stunden von Quito. Da ich dort im Dunkeln ankam, konnte ich die Umgebung nicht inspizieren. Denn am Äquator geht die Sonne unter wie „Licht abschalten“. Pünktlich gegen 18 Uhr ist es dunkel und 6 Uhr geht das Licht wieder an. In der Nacht bekam ich starke Kopfschmerzen, die mir von meinen Bergtouren bekannt vor kamen. Beim Frühstück, am nächsten Tag, fragte ich wie hoch wir denn hier seien. Die Antwort erklärte es. Quito liegt auf ca. 2.500m und unsere Unterkunft lag auf 3.400m. Was man dort nicht bemerkte. Es gab viele Pflanzen und auch Berge die noch höher waren. Wir waren mitten in den Anden. Vom Hotelzimmer konnte man einen schneebedeckten Vulkan sehen und in der Hotelanlage gab es heiße Quellen zum wohlfühlen. Die waren bis ca. 35°C warm. Nach einem ausgiebigem Frühstück und einem Wohlfühlbad in den heißen Quellen ging es los mit unserem Bus, der uns über einen Andenpass über 4000m in das Amazonasdelta auf ca. 600m Höhe brachte.

Auf der Fahrt nach Tena konnten wir schon einige Wildwasserflüsse sehen und ich machte mir ein Bild über den Fluss-Charakter, den ich hier vorzufinden glaubte. Nach einigen Paddeltouren musste ich aber meinen ersten Eindruck neu orientieren. Hier gab es wirklich alles. „Steile Meilen“ und „Big-Volume“ Flüsse. Aber auch der weitgehend unberührte Jungle hatte einen ganz besonderen Reitz bei den vielen Paddeltouren. Nur beim Anlanden sollte man ein wenig aufpassen, Stechfliegen waren da wohl noch das harmloseste was man da begegnen konnte. Riesige Spinnen, giftige Tausendfüßler, Schlangen und in unserer Hotelanlage, angriffslustige Papageien, die unseren Busfahrer eines Morgens überfallen haben und ihm einige blaue Flecken zugefügt hatten. Seit diesem Morgen ging er nur noch mit Besen bewaffnet auf sein Zimmer. Mehrere Möglichkeiten das südamerikanische Kanuparadies am Äquator persönlich kennen zu lernen bieten die geführten Wildwasser-Erlebnisse von Norbert Blank. http://ecuador-kajak.com/kajak_german.html

Autor:

Ronald Krummrich aus Erfurt

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