Olympiasiegerin und Weltmeisterin tauscht Rennanzug gegen Uniform
Anja Schneiderheinze jetzt bei der Bundespolizei in Erfurt

Anja Schneiderheinze an ihrer neuen Dienststelle.
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Die ehemalige deutsche Bobsportlerin Anja Schneiderheinze hat heute ihren Dienst bei der Bundespolizei in Erfurt angetreten.

Die Polizeihauptmeisterin hatte im September 2016 mit Bekanntgabe ihrer Schwangerschaft die sportliche Karriere beendet. Diese begann sie als Eisschnellläuferin, bevor sie 2001 zum Bobsport wechselte.  Als Zweierbob-Team wurde sie mit Sandra Kiriasis mehrfach Gesamtweltcupsieger, gewann im Jahr 2005 den Weltmeistertitel und bei den Olympischen Spielen in Turin 2006 die Goldmedaille. Seit Sommer 2007 war Anja Schneiderheinze als Pilotin aktiv. Auch dabei errang sie mehrere Weltcupsiege und Titel bei Welt- und Europameisterschaften.

Neben ihrer sportlichen Karriere hat Anja Schneiderheinze ihre Ausbildung zur Polizeivollzugsbeamtin bei der Bundespolizei absolviert. In zahlreichen Praktika hat die Beamtin auch schon die Dienststelle der Bundespolizei in Erfurt kennengelernt, wo sie fortan als Kontroll- und Streifenbeamtin tätig sein wird.

Hintergrundinformation: Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) hat sich als das für den Spitzensport zuständige Ministerium zum Ziel gesetzt, Rahmenbedingungen zu schaffen, die es Spitzensportlern ermöglichen, ihre sportlichen Fähigkeiten zu verbessern und gleichzeitig eine dauerhafte berufliche Perspektive bei der Bundespolizei aufzubauen. Hierzu leistet das Bundesministerium des Innern einen entscheidenden Beitrag, indem es bei der Bundespolizei jungen talentierten Athletinnen und Athleten in einem Dualen System die Ausübung des Spitzensports und ihre Berufsausbildung zur Bundespolizistin bzw. zum Bundespolizisten ermöglicht.

Mit der Spitzensportförderung bietet die Bundespolizei jungen hochtalentierten Sportlerinnen und Sportlern, die bestimmte Sportarten als Leistungssport ausüben, während ihrer sportlichen Laufbahn zugleich eine vollwertige Berufsausbildung für den mittleren Polizeivollzugsdienst in der Bundespolizei. Grundgedanke der Spitzensportförderung ist, Spitzensport, berufliche Ausbildung und eine nachhaltige berufliche Perspektive nach Abschluss des Leistungssports sinnvoll miteinander zu verbinden.

Nach Beendigung ihrer sportlichen Laufbahn stehen den Athletinnen und Athleten bei der Bundespolizei gute Entwicklungs- und Aufstiegsmöglichkeiten im vielfältigen Aufgabenbereich der Bundespolizei im In-und Ausland offen. Über 80 Prozent der Sportlerinnen und Sportler bleiben auch nach Beendigung ihrer sportlichen Karriere bei der Bundespolizei. Die vielen herausragenden Erfolge der Spitzensportlerinnen und -sportler der Bundespolizei bei nationalen und internationalen Sportveranstaltungen sowie Olympischen Spielen verdeutlichen die Leistungsfähigkeit der Spitzensportförderung der Bundespolizei.

Autor:

meinanzeiger .de aus Erfurt

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