Buducnost - Weltklassehandballerinnen in Nordhausen

Die Erwartungen sind hoch. Viborg geschlagen, gegen Zvenigorod auswärts 45 Minuten lang auf Augenhöhe, wie wir jetzt wissen, mit einer von Beginn an verletzten Danick Snelder und am Mittwoch nun ohne drei Leistungsträger mit einem scheinbar mühelosen 26:21 an die Tabellenspitze der deutschen Bundesliga.

Nun gilt es, im neuen Domizil Nordhausen, wo die Wiedigsburghalle ihre Feuerpobe phantastisch bestanden hat, gegen die vielleicht beste europäische Mannschaft, gespickt mit Weltstars, die eigene gewachsene internationale Stärke unter Beweis zu stellen. Die Verantwortlichen erwarten eine ausverkaufte Halle. Wer Pech hat und keine Karte mehr erhält, kann sich zumindest im ehf-TV (Internet-Stream) ansehen, wie in der Wiedigsburghalle die Post abgeht. Die Qualität der Übertragung ist super, die Stimmung in der Halle vor Ort mitzuerleben, kann sie allerdings nicht ersetzen.

Die Gäste aus Montenegro kommen als Sieger der Champions League 2012 nach Thüringen. Sie zählen auch in dieser Saison wieder zum absoluten Favoritenkreis und haben neben diesem noch drei nationale Titel zu verteidigen. Die Krönung der Saison war für 12 Spielerinnen des Teams die Silbermedaille bei den Olympischen Spielen in London. In dieser Saison hat die Mannschaft einen erheblichen Umbruch mit einer deutlichen Verjüngung erfahren. Zahlreiche Spielerinnen haben den Verein verlassen oder wurden durch Neuverpflichtungen ersetzt. Weltstar Bojana Popovic hat ihre aktive Laufbahn beendet und ist nun als Sportdirektorin für den Verein tätig. Auch die wurfgewaltige Katarina Bulatovic ist nicht mehr im Team. Nach ihrer erfolgreichen Teilnahme an den Olympischen Spielen (Silbermedaille mit dem Nationalteam Montenegros und Wahl ins All-Star-Team) spielt sie jetzt für den rumänischen Verein CS Oltchim Valchea und gehört zu den bestverdienenden Handballerinnen weltweit.

Mit Claudine Mendy (Metz Handball), Jelena Živkovic (FTC-Rail Cargo), Jelena Trifunovic, Katarina Ježic (Lokomotiva), Biljana Pavicevic (Žito Prilep) und Katarina Bralo (HBC Nimes) kamen Topspielerinnen von internationalen Spitzenvereinen, wobei die letztgenannte auch den Thüringern noch gut bekannt sein dürfte, weil sie bereits im Tor des THC stand. Die serbische Nationalspielerin Dragana Cvijic wird verletzungsbedingt noch einige Zeit ausfallen, während die deutsche Nationaltorhüterin Clara Woltering nach längerer Verletzung wieder einsatzbereit ist. Das Team von Cheftrainer Dragan Adžic verfügt also über genügend Potenzial, um mit einer guten Mischung aus erfahrenen Spielerinnen und talentierten Nachwuchskräften die Gruppenphase zu überstehen.

Autor:

Bernd Hohnstein -Pressesprecher- aus Erfurt

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