Fußball, 3.Liga: RWE-Kabinenpredigt zum Auswärtsspiel des FC Rot-Weiß Erfurt am 15. April 2011 beim SV Sandhausen

Abwehrchef Jens Möckel in der Luft, Leider eine halbe Sekunde zu spät, denn Saarbrückens Marina hatte den Ball. Foto: Axel Heyder
  • Abwehrchef Jens Möckel in der Luft, Leider eine halbe Sekunde zu spät, denn Saarbrückens Marina hatte den Ball. Foto: Axel Heyder
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Der Spielbeobachter von Erfurts kommenden Gegner SV Sandhausen platzierte sich auf der Pressetribüne. Von dort aus konnte er gut sehen, wie vermeintliche Laufkundschaft einen Favoriten ärgern kann.

Die große Chance auf Platz drei zu rutschen verspielte Erfurt mit dem 1:2 gegen Saarbrücken. Dort stehen seit Wochen die Offenbacher, die wohl selbst nicht genau wissen, warum sie immer noch dort stehen. Ganz einfach, weil die Konkurrenz, spitz formuliert – Winterschlaf hält. Fleißig notierte der Herr aus Sandhausen und so füllte sich der Zettel allmählich.

Diese Informationen auf seinen A4-Zettel wird er Trainer Gerd Dais zur Verfügung stellen. Der ist wieder zurück bei seinem alten Verein. Back to the Roots heißt es also beim SVS. Und die Infos die wir Trainer Stefan Emmerling zum nächsten Kontrahenten präsentieren können sind beeindruckend. Denn der Trainerwechsel bei den Hardtwäldern zahlt sich so langsam aus. Sieben Spiele ohne Niederlage, die letzten sechs davon ohne Gegentor sind eine sehr gute Bilanz.
Ein Anteil daran hat auch Torwarttrainer Daniel Ischdonat, den der neue Trainer ins Tor beförderte, weil die anderen Keeper nicht überzeugen konnten. Trotz allem kämpft Sandhausen weiter um den Abstieg: Dabei hatten sie bei einer Umfrage unter den Trainern viele vor der Saison als einen Aufstiegsaspiranten auf der Rechnung.

Eine schwere Nuss wartet am Freitagabend um 18.30 Uhr also auf RWE auswärts, aber vielleicht ist gerade das wieder die Herausforderung. Die Frage ist: Sehen wir ein Team wie gegen Dresden oder die Mannschaft gegen Saarbrücken? Der Auswärtsdreier ist spielerisch sicher machbar, aber haben die Kicker die Heimpleite schon verdaut? Spielt der Kopf mit?

Personell dürfte sich nicht viel ändern in der Startelf, auch weil die Alternativen die auf der Bank sitzen im Moment nicht in der Lage sind, ein Spiel zu drehen, wie sich nach der Drei-Mann-Auswechslung am Samstag gezeigt hat. Die Frage ist, welche Stürmer auflaufen werden: die wahrscheinlichste Variante dürfte sein: Marcel Reichwein, der nach Gelbsperre wieder an Bord ist, mit Tino Semmer auflaufen zu lassen. Derbyheld Domi Drexler könnte dann als Joker in das spätere Spielgeschehen eingreifen.

Das Team ist bei der Reise in den Rhein-Neckar-Kreis gefordert, geht es doch fast in die Heimat von Trainer Stefan Emmerling, der im nur acht Kilometer entfernten Heidelberg geboren ist und immerhin vier Jahre für den SV Sandhausen bis zum Jahr 1987 gespielt hat.

Autor:

René Arand aus Erfurt

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