Gothaer Tennisspieler Jonathan Roth will Nr. 1 werden

Jonathan Roth möchte gern in Thüringen die Nummer 1 im Tennis werden. Dafür trainiert der 17-Jährige hart.
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Kein Grund zum Ausruhen, eher eine Herausforderung: Der 17-jährige Tennisspieler Jonathan Roth aus Gotha hat sich einiges vorgenommen, er möchte in Thüringen gern die Nummer 1 werden.

Der Winter ist ihm lieber als der Sommer. Zumindest, wenn es um Tennis geht. „Die Wintersaison findet komplett in der Halle statt, da gibt es für mich den besseren Belag“, freut sich der 17-jährige Jonathan Roth auf diese Zeit immer besonders. Da seien ganz andere Geschwindigkeiten möglich, das Spiel schneller, viel besser als auf sommerlichem Tennis-Sand. „Ich versuche dann immer, mir schon ein kleines Punkte-Polster für den Sommer anzulegen“, verrät der junge Mann aus Gotha, der dort die Arnoldischule besucht und als Tennisspieler für den Erfurter Tennisclub Rot-Weiß startet.

Dass er in Thüringen derzeit auf Ranglistenplatz 2 steht, ist für Jonathan weniger Ausruh-Erfolg als Ansporn, noch besser zu werden. Sein ehrgeiziges Ziel für die kommenden Monate: „Ich möchte in Thüringen die Nummer 1 werden!“ Dafür trainiert der Gymnasiast, der früher für den TSV Gotha startete, intensiv, im Trainingscenter in Thal, manchmal auch in Gotha. Dreimal die Woche steht Tennis auf dem Programm, hinzu kommen ein bis zwei Fitnesseinheiten. Für Jonathan ist das normal, er kennt das nicht anders, liebt seinen Sport. Jahrelang war er so ganz nebenbei sogar noch Fußballer.

Auszug in die Fremde, dann doch die Heimkehr

Doch Tennis gewinnt den Kampf um Prioritäten. Die Sportart, die ihm so sehr liegt. Seine Eltern spielen ebenfalls Tennis, da ist es normal, den Jungen eines Tages mitzunehmen. Fünf ist er, als er zum ersten Mal den Schläger in der Hand hält. Schnell stellt sich heraus: Der Junge hat Talent. Mit neun Jahren beginnt er, im Punktsspielbetrieb zu spielen, es gelingen die ersten kleinen Erfolge, der Ehrgeiz ist erwacht. Als in der Altersklasse der unter 14-Jährigen der neue Landesmeister Jonathan Roth heißt, wird es für den Jungen schwer, ebenbürtige Trainingspartner zu finden. Der Thüringer wagt einen großen Sprung, er wird Sportschüler, geht 2013 an die Tennis Base nach Hannover. Die Erfolge lassen nicht lange auf sich warten, mit dem zweiten Platz bei „Jugend trainiert für Olympia“ und Erfolgen bei etlichen Turnieren klettert Jonathan die Rangliste nach oben, ist 2014 in der U16 sogar die Nummer 1 in Niedersachsen. Doch irgendwann passt es nicht mehr in der Fremde, die Leistungen lassen nach. Der Junge kehrt nach Hause zurück, auch wenn, wie er sagt, Thüringen nicht gerade ein Tennisland ist. „Ich brauche einfach die Heimat, meine Familie und meine Freunde“, hat er erkannt. Nach einer Verletzungspause soll sich dieses Rezept auszahlen.

Anderthalb Jahre ist es her, seit Jonathan wieder zu Hause ist. Inzwischen startet er für den Erfurter Tennisclub Rot Weiß, wird von Christian Flach trainiert. „Ein echter Glücksfall“, weiß sein Tennis-Schützling, für den es seitdem wieder bergauf geht. Platz zwei in der Rangliste kann sich sehen lassen. Doch Jonathan will mehr. dafür investiert er viel Zeit und harte Arbeit, auch die Eltern sind mittendrin und ständig gefragt, wenn sie den Sohn wieder einmal zu einem Turnier fahren und alles ringsherum organisieren. „Jonathan ist ein sehr ausgewogener Spieler“, ist Vater Matthias stolz auf seinen Sprösslimg. Doch er dürfe nicht zu ruhig bleiben in einem Turnier, weiß er, woran noch zu arbeiten ist. Tennisspieler Jonathan selbst sagt von sich, dass er vor allem ein guter Konterer sei. Einer, der sich schnell auf den Gegner einstellen könne, je nach Situation mehr die Vor- oder die Rückhand einsetze. Tenniskenner attestieren dem 17-Jährigen ein gutes Auge, das richtige Gespür, Schnelligkeit in den Beinen. Trotzdem weiß er, was er weiter trainieren muss. „Aufrechter stehen, die Spannung übers ganze Turnier halten, noch mehr Schwerpunkte in der Beinwegung setzen.“ Dann könnte es klappen mit der Nummer 1.

Wird sich Jonathan Roth dann das nächste Ziel auf die Fahnen schreiben? Er bleibt Realist. Ein Leben ohne Tennis kann er sich nicht vorstellen. Doch er weiß, dass es im nationalen und internationen Vergleich andere, bessere Spieler gibt. „Wenn du die zweite oder dritte Garde bist, kannst du nicht von deinem Sport leben“, räumt er ein. Das muss auch nicht sein. Schließlich gibt es trotz der Freude am Spiel und des Tennis-Ehrgeizes noch andere Ziele für den Jungen. Er möchte Medizin studieren. Und das ist ihm mindestens genauso wichtig wie sein Sport.

Jonathans Werdegang seit 2012:

- Wintersaison 2012 / 13 mit guten Erfolgen und Teilnahme in Final- und Halbfinalbegegnungen auch in anderen Bundesländern

- seit Februar 2013 Sportschüler an der Tennis Base Hannover, erfolgreich bei „Jugend trainiert für Olympia“ (2. Platz), Qualifikationsfinale bei der Deutschen Jugendhallenmeisterschaft

- immer bessere Ranglistenplätze durch gute Turnierplatzierungen

- 2014 war er die Nummer 1 in der U16 in Niedersachsen

- Sommer 2015 Rückkehr in die Heimat, er spielt nun beim Erfurter Tennisclub Rot Weiß (www.etc-rot-weiss.de)

- nach halbjähriger Verletzungspause ging es wieder aufwärts

- Wintersaison 2015 / 16: Sieg in der U18 in Thüringen, Turniersiege in Bayern, Hessen, Sachsen und Niedersachsen

- gute Sommersaison 2016 mit Viertelfinal-, Halbfinal- und Finalteilnahmen über Thüringen hinaus

- aktuell steht Jonathan in Thüringen auf dem 2. Ranglistenplatz, in der U18 belegt er Platz 71, bei den Männern ist er die Nummer 435

Autor:

Helke Floeckner aus Erfurt

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