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Kabinenpredigt Rot-Weiß Erfurt: Auswärts gegen Aalen

Wo: Stadion , Aalen auf Karte anzeigen
RWE vs Paderborn_Fotos_Axel Heyder
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+ Wie lange hält der Sympathiebonus? + Erfurt hat noch nicht einmal gesiegt, nur zwei Tore in fünf Spielen – Krämer und Team müssen liefern +

Arand: Keiner wird schlau aus Rot-Weiß, eine Woche so, die nächste Woche wieder so. Natürlich war der Schiedsrichter beim 0:1 gegen Paderborn das Tüpfelchen auf dem „I“. Alles dem Schiri in die Schuhe zu schieben, wäre zu kurz gegriffen. Möckels Reaktion kann ich nachvollziehen. Allerdings hat er sich und der Mannschaft geschadet. Er wird mehrere Spiele fehlen nach der Roten Karte. Dabei ist die Personalsituation ohnehin schlecht. Fakt ist: Nur zwei geschossene Tore sprechen Bände nach fünf Spieltagen.

Heyder: Der Schiedsrichter hat Erfurt einen Punkt gekostet, zwei verlorene Punkte dazu gehen auf das eigene Konto. Die Fans haben nicht zu Unrecht gesungen: „Wir wollen euch kämpfen sehen“. Unattraktiv, zerfahren, unsicher wirkte das Erfurter Spiel. Das kann man nicht nur auf die Verletzten schieben oder den überforderten Referee. RWE muss in der Planung vor der Saison sicher gehen, dass der gesamte Kader drittligatauglich ist. Dann lieber ein, zwei Spieler weniger verpflichten, aber mehr Qualität in den Kader holen.

Arand: Trotz teilweise gesenkter Eintrittspreise kamen gerade 3600 Zuschauer, das ist mager. Und nun geht es wieder auswärts. Als nächstes wartet mit der Partie am Samstag in Aalen eine knackige Aufgabe auf RWE. Trainerteam und Mannschaft müssen bald die Kurve bekommen.

Heyder: Krämer ist der sympathischste Trainer, den Erfurt je hatte. Ich hoffe, dass er nicht an der Aufgabe verzweifelt, aus Stroh Gold spinnen zu müssen. Langsam muss er liefern, auch wenn ihm ein, zwei gute Spieler fehlen, die Erfahrung und Qualität haben.

Arand: Saisonübergreifend war der letzte 3:0-Heimsieg der Aalener gegen Lotte der siebte Heimerfolg am Stück. In dieser Saison ist der VfR noch ohne Heimniederlage. Und Trainer-Guru Peter Vollmann mischt mit seiner Mannschaft damit wieder in den oberen Tabellenregionen mit. Sein Team erzielte im „Schwabenderby“ in Großaspach ein 0:0-Remis. Der VfR und RWE spielen gerne Unentschieden: 2:2 in der vorletzten Saison, letzte Saison ging die Partie auf der Ostalb an einem Freitagabend bei Schneegraupel 1:1 aus. Das Stadion heißt jetzt Ostalb-Arena. Der Vertrag mit dem ehemaligen Namensgeber Scholz lief aus. Zusätzlich ist der Verein jetzt schuldenfrei und kann sich in Zukunft finanziell noch besser und stärker aufstellen. Region und Firmen kämpfen für den Verein.

Heyder: Dazu gehört es auch, attraktiven Fußball zu spielen. Das konnte Erfurt bisher nur zwei Mal in dieser Saison. Gegen Paderborn spielte man so ideenlos, wie gegen Rostock und Magdeburg. Lange Bälle, die keine Abnehmer finden. Verlorene Pässe im Mittelfeld, Ballverluste, keine Torchancen, müde Standards.

Arand: Es riecht stark nach Remis. Realistischer betrachtet wird es jedoch eine Niederlage. Lassen wir uns einfach am Samstag kurz vor sechzehn Uhr überraschen, wenn die Partie beendet ist. Das ist das einzig schöne am Fußball: Er ist nicht berechenbar.

Heyder: Ein 1:1 hilft Erfurt nicht weiter, aber rettet einen Punkt.

Der Gegner:
Verein für Rasenspiele 1921 e.V.
Vereinsfarben: schwarz-weiß
Trainer: Peter Vollmann
Tabellenplatz: 5
Top-Torschützen: M.Bär, M. Morys, G.Wegkamp.
Homepage: www.vfr-aalen.de

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