Kabinenpredigt Rot-Weiß Erfurt: Jetzt geht es um die Liga-Wurst

Theodor Bergmann. Foto: Heyder
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+ Mit Baldrian ins letzte Spiel + Bieber schießt das wichtigste Saisontor – Noch ist nichts gewonnen, aber auch nichts verloren +

Arand: Baldrian! Herztropfen! Einfach nichts für schwache Nerven, wenn Erfurt spielt. Zwischenzeitlich auf einem Abstiegsplatz am letzten Samstag. Und dann kam Bieber.

Heyder: Dem Jungen muss man es wirklich gönnen, nach dieser Saison. Als Torjäger muss er mehr als unzufrieden sein. Aber nun hat er das wohl wichtigste Tor der Saison geschossen. Ohne diesen Treffer wäre Erfurt nur noch Zuschauer und nicht mehr Akteur. Nun aber bleibt eine Chance zum Klassenerhalt, mehr ist es aber nicht.

Arand: Erfurt hat vier Minuten vor Schluss die Reißleine gezogen. Fußball ist allerdings nicht immer fair: Nach dem Spiel trennte sich Rostock von Trainer Christian Brand. Muss man das verstehen?

Heyder: Wohl nicht, aber auch zum Glück nicht unser Problem. Das heißt, um sicher zu gehen, muss ein Sieg zu Hause her. Die Fans wissen gar nicht mehr, wie das ist, wenn Erfurt zu Hause gewinnt. Dabei war RWE jahrelang eine Heimmacht. Die neue Arena scheint verflucht zu sein, nicht nur wegen der baulichen Querelen.

Arand: Großaspach ist kein großer Gegner auf der Landkarte. Aber sportlich ein Verein, der Rot-Weiß richtig ärgern kann. Das Hinspiel verlor RWE knapp mit 1:2. Und zu Hause konnte RW Erfurt noch nie gegen Sonnenhof gewinnen, 0:1 und 0:2 lauteten die letzten Resultate. Vorne wirbelt Röser. Und mit Röttger steht ein weiter erfahrener Profi in den Reihen vom Andrea Berg-Verein, deren Ehemann Uli Färber sich finanziell im Verein engagiert.

Heyder: Bremen II hat unfassbare 4 Tore auswärts gegen Frankfurt geschossen und damit die Tordifferenz verbessert. Damit hätte ich nicht gerechnet. Auch, dass Paderborn gegen das zuletzt starke Münster ein 1:0-Vorsprung bis zur letzten Minute verteidigt, zeugt vom Kampfeswillen.

Arand: Tyrala wird weiter fehlen, bei Möckel muss man nach seiner Gehirnerschütterung abwarten. Schont man ihn für das Pokalfinale oder sollte man ihn spielen lassen? Bei Brückner und Aydin steht ein Fragezeichen. RWE muss Tore schießen, hat aber bisher nur 30 Saisontreffer. Die wenigsten in der Liga. Tropfen und Beruhigungstabletten sind an Bord. Ab geht die Fahrt beim 2:0-Heimsieg. Wir singen so lang ein paar Andrea Berg Lieder.

Heyder: Du vielleicht, ich ganz sicher nicht. Für alle drei Gegner der abstiegsbedrohten Mannschaften geht es um nichts mehr. Erfurt muss auf Sieg spielen, ohne aber so fahrlässig zu agieren wie gegen Regensburg. Erfurt gewinnt knapp mit 1:0 in einem Herzschlagfinale.

Der Gegner:
Sportgemeinschaft Sonnenhof Großaspach e.V.
Vereinsfarben: rot-schwarz
Trainer: Oliver Zapel
Tabellenplatz: 8
Top-Torschützen: L. Röser, N. Jüllich, T. Röttger.
Homepage: www.sg94.de

Autor:

Axel Heyder aus Erfurt

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