Kabinenpredigt Rot-Weiß Erfurt: Jetzt gehts zu Preußen Münster

Carsten Kamlott hatte Dresdner Kräfte gebunden und dafür Platz für seine Kollegen geschaffen. Foto: Heyder
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Arand&Heyder

Arand: Wow, was für eine Partie und was für eine Party! Fünf Tore und am Ende noch ein Heimdreier für RWE. Damit ist der Einstand von Trainer Stefan Krämer gelungen. Eine tolle Moral hat die Mannschaft vor allem in Halbzeit zwei gezeigt.

Heyder: Was immer Krämer in der Halbzeitpause den Jungs gesagt hat, den Satz sollte er sich merken! Und mir vielleicht auch mal stecken, falls ich mal mit einem Motivationsproblem zu kämpfen habe.

Arand: Vor allem im zweiten Abschnitt ist ihnen wohl bewusst geworden, was sie können. Wo ein Wille ist, ist bekanntlich ein Weg. Ein Anfang ist gemacht. Krämer an der Seitenlinie geht mit wie ein Duracell-Hase, da wäre ein Schrittzähler am Schuh nicht schlecht. Würde mich interessieren, was da in den 90 Minuten zusammen kommt.

Heyder: Es ist lohnenswert zu sehen, wie er jede Bewegung seiner Jungs mitmacht. Und einfach ein Schauspiel, wie er sich über jedes Tor gefreut hat. Das könnte durchaus ein Motor für die Jungs auf dem Rasen sein. Wo darf er denn als nächstes motivieren?

Arand: In Münster. Dort möchte man, derzeit nur Siebter, den Anschluss zumindest zum Relegationsplatz drei halten. Die Partie in Würzburg musste ja aufgrund der Witterung ausfallen. Es wird also Kaltstart für die Preußen am Wochenende.

Heyder: Das könnte ein kleiner Vorteil für die Thüringer sein. Sportlich steht der SC unter Druck. Die vergangenen fünf Partien gelang kein Sieg, die letzten drei Partien gingen verloren. Deshalb war kurz vor Weihnachten Schluss für Trainer Ralf Loose. Er wurde vier Tage nachdem Erfurt Preußer entlassen hatte ebenfalls freigestellt. Horst Steffen, vorher bei Ligakonkurrent Stuttgarter Kickers vor die Tür gesetzt, soll es nun richten.

Arand: Vielleicht klappt jetzt der lang ersehnte erste Auswärtssieg. Das wäre ein toller Auftakt ins Jahr 2016. In Münster entwickelten sich immer torreiche, umkämpfte Partien beider Teams. Im Jahr 2013 trennten sich beide 3:3. Letzte Saison dann ein 2:2. Und diesmal? Alles ist möglich! So ein Auswärtssieg würde weiter Auftrieb geben. Daher gewinnt Rot-Weiß 2:1. Zu optimistisch getippt, Axel?

Heyder: Das ist so wie mit einem neuen Auto: Da weißt Du auch nicht nach 100 Kilometern, obs gut läuft. Aber die Art des Trainers macht mir Mut, dass es gelingen könnte. 2:1 für Erfurt.

Der Gegner:

Sportclub Preußen 06 e.V. Münster
Vereinsfarben: schwarz-weiß-grün
Trainer: Horst Steffen
Tabellenplatz: 7
Top-Torschützen: M. Reichwein, M. Kara, R. Krohne.
Netz: www.scpreussen-muenster.de

Autor:

Axel Heyder aus Erfurt

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