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Tanzen
Mit dem Körper begreifen

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(Foto: Anelia Janeva)
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Aus den Ballettsälen klassischer Akademien führte sie ihr Weg zunächst an die renommierte Iwanson International School of Contemporary Dance in München. Nach ihrem Abschluss zog es sie ins Ausland, wo sie sich unter anderem in den USA am "Broadway Dance Centre" in NYC und beim "The Edge" in LA in diversen Stilen fortbildete.

Heute gehört Sonia zu den vielseitigsten Tänzerinnen Deutschlands, deren Wandelbarkeit von klassischem Ballett , Jazz Dance und Contemporary über Hip Hop bis zu Commercial reicht.

Als Freelancerin stand sie mit nationalen und internationalen Acts und Künstlern auf der Bühne (z.B. Cheryl Cole, David Garrett, Helene Fischer, Lou Bega, Udo Lindenberg, uvm.) und wirkte bei Inszenierungen im Bereich Corporate Events (Breitling, BMW, Airbus , Porsche, Mercedes, VW uvm.) und in TV Shows (X-Factor, Let’s Dance, ECHO, Dance Dance Dance , Goldene Kamera uvm.) mit.

Tourneen mit Helene Fischer, David Garrett oder Auftritte für die Flying Steps (Flying Bach) gehören ebenso zu den Stationen ihrer Karriere wie Engagements an der Komischen Oper Berlin (West Side Story) oder dem Wintergarten Variété und Stars in Concert.

Darüber hinaus wird sie regelmäßig als Coach für angehende und professionelle Tänzer gebucht, zuletzt coachte sie verschiedene Talente im Rahmen der TV Show Dance Dance Dance, Got to Dance und Let`s Dance.

Welche Entwicklung nimmt die Tanzszene aus Ihrer Sicht in den vergangenen Jahren?

Die Tanzszene hat neuen Aufschwung. Wir haben viele Talente, Choreografen und Tänzer die sich mehr Platz nehmen. Trotzdem ist die Unterstützung dafür nicht ausreichend. Wenn man nicht gerade aus der zeitgenössischen oder aus der klassischen Szene kommt, ist die Anerkennung für unsere Arbeit immer noch viel zu gering. Wir werden unterschätzt und nicht wirklich wahrgenommen von der Gesellschaft. Die Arbeit, die wir leisten, ist unterbezahlt und wir werden als Künstler ausgenommen. Natürlich gibt es hier auch Ausnahmen, Menschen die uns sehen und hinter unserer Arbeit stehen. Doch generell fehlt uns der richtige Platz, um uns weiterzuentwickeln und stärker zu werden.

Wo holen Sie sich selbst Ihre Inspirationen für Neues her?

I
ch hole mir die Inspiration im Leben. Natürlich auch auf Internetplattformen, bei Choreografen die ich für ihre Kunst sehr schätze, bei meinen Kollegen und auch auf Veranstaltungen.

Was versteht man unter Lyrical Jazz, wofür sind diese Abstufungen nicht nur im Jazz-Dance nötig?

L
yrical Jazz ist eine Jazz-Dance-Form, die hauptsächlich, aber nicht nur, eher sich lyrisch ausdrückt. Es ist sehr gefühlvoll, hier hat keiner Angst, Emotionen zu zeigen. Die Jazz-Dance-Technik spielt hier eine starke Rolle, beides zusammen ergibt Lyrical Jazz. Eine Tanzart, mit der wir alle Gefühle mit Tanz zum Ausdruck bringen. Die Abstufungen im Jazz Dance sind notwendig, weil die Technik sehr anspruchsvoll ist, ähnlich wie in der klassischen Richtung. Für den Körper also sehr intensiv, wenn da die Basis fehlt, ist die Verletzungsgefahr ziemlich hoch. Für mich ist es auch wichtig, dass mein Schüler, die Technik wirklich versteht und mit seinem Körper begreift und sie dann auch richtig umsetzt und im Tanz auch einsetzen kann. Leider, möchten viele Schüler sich keine Zeit mehr nehmen, um eine fundierte Technik zu lernen und trainieren sich dann die wichtigen Elemente falsch an. Das kommt heutzutage leider öfter vor als früher, weil wir in einer schnelllebigen Gesellschaft leben und immer alles super schnell gehen muss. Das geht bei der Jazz-Dance-Technik nicht, da muss man viel Geduld und Leidenschaft für den Stil mitbringen, um dann wirklich diese Tanzart zu beherrschen.

Wie entsteht eine Choreografie bei Ihnen?

E
s gibt für mich verschiedene Wege, die mich zu meinen Choreografien leiten. Meine Gefühlswelt, aktuelle Themen, Lebensthemen, aber auch wenn ich tolle Musik höre die mich unglaublich inspiriert und in der ich sofort Bilder sehe, bewegen mich dazu, mich hinzustellen und zu choreografieren. Wenn ich als Choreografin Aufträge bekomme, gibt es da natürlich andere Punkte, die ich erfüllen muss und dann kreiere ich die Shows und Stücke nach den Wünschen meiner Auftraggeber.

Gibt es einen Trend, den Sie maßgeblich mitbestimmt haben?

E
inen Trend habe ich nicht wirklich mitbestimmt, aber wer mich kennt, weiß, dass ich ständig auf der Suche nach Neuem bin und da habe ich vor ein paar Jahren meine erste „High-Heels-Klasse“ gegeben. Natürlich durch tolle High-Heels-Lehrer inspiriert, die ich online verfolgt habe, aber auch durch meinen Job als Tänzerin. Mittlerweile boomt die High-Heels-Szene in ganz Deutschland. Auch mit meinem Tanzprogramm in Berlin, das Advanced Dance Program, bin ich auf jeden Fall in meinem Arbeitsbereich, die erste in Berlin die das ins Leben gerufen hat. Ein drei Monate Intensiv-Programm, wo Tänzer/innen die Möglichkeit haben, sich auszuprobieren, neue Stile zu entdecken und intensiv an sich arbeiten können.

In der Zeit vom 29.7. bis zum 4.8. gibt sie Kurse in Erfurt während der Internationale Sommertanztage 2018, während der Abschlussgala am 4. August in der Alten Oper ist sind die Ergebnisse zu sehen.

Internet: Zu Sonias Internetseite und als Dozentin

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