Noch ein Ostduell - RWE Freitagabend beim Chemnitzer FC

Letztes Ostduell der Hinrunde für RWE am Freitagabend in Chemnitz - die Bilanz fällt nach Niederlagen gegen Magdeburg und Rostock, remis gegen Zwickau und den HFC sowie dem Derbysieg nicht ganz so prall aus für RWE. In den Ostduellen gibt es bei RWE Jahrgänge, in denen man weitaus erfolgreicher gewesen ist. Nun geht es am Freitagabend zum Chemnitzer FC - unter denselben Vorzeichen wie vor dem Spiel gegen den Halleschen FC. Auch die Chemnitzer siedeln derzeit im unteren Tabellenbereich und müssen ebenso aufpassen, nicht auf einen Abstiegsplatz zu rutschen.

Seit ihrem Aufstieg 2011 werden die Chemnitzer von den anderen Drittligisten stets immer ein wenig als "Geheimfavorit" um den Aufstieg mit gehandelt. Aber nie in den ganzen Jahren wurden sie diesem Anspruch trotz für die Liga sehr gut besetzter Kader auch nur annähernd gerecht. Waren sie wirklich einmal kurzzeitig oben dabei, konnte man davon ausgehen, das sie anschließend abreißen. Eher erreichte die Chemnitzer öfter als ihnen lieb war der Abstiegskampf. So auch diese Saison - bei der auch die Chemnitzer aufpassen müssen, nicht in den Strudel gezogen zu werden. Das neben RWE da unten auch solche Teams wie die Würzburger Kicker und der VfL Osnabrück stehen, hätte wohl vor Saisonbeginn niemand erwartet- ebenso wenig wie die unteren Platzierungen von Chemnitz, Preußen Münster, Lotte, Halle und den derzeit trudelnden VfR Aalen. Von Platz 11 bis Platz 20 sind es gerade 4 Punkte aktuell - die Enge und Ausgeglichenheit der Liga nimmt Jahr für Jahr zu. Für Tabellenplätze werden neben Punkten auch Torverhältnisse, geschossene Tore und Gegentore in den Endabrechnungen am 38.Spieltag immer wichtiger.

Auch in Chemnitz gab es vor der Saison ganz einschneidende Veränderungen im sportlichen Bereich. Trainer Sven Köhler musste nach der letzten Saison seinen Hut nehmen genauso wie Sportdirektor Stefan Beutel. Beide wurden hauptsächlich verantwortlich gemacht, das man erneut seit mehreren Jahren trotz eines überdurchschnittlichen Kaders am Ende nur Platz 8 erreichte. Neuer Trainer wurde der von den Stuttgarter Kickers und Preußen Münster bekannte Horst Steffens, neuer Sportdirektor der Ex-Auer Ziffert. Der Etat der Profimannschaft wurde um fast eine 1 Millionen Euro herunter gefahren. Mit großer Anstrengung konnte der Chemnitzer FC seine Lizenzauflagen erfüllen. Der Kader hatte erheblichen Aderlass.

Mit Torjäger Fink (KSC), den Offensiven Mast (Würzburg) und Türpitz (FCM), den Defensivspielern Jopek (Würzburg), Danneberg (Osnabrück), Conrad (Waldhof Mannheim), Bittroff (Uerdingen) und Cincotta (Elversberg) brach den Chemnitzern gut 2/3 der letzten Stammelf aus der Saison 2016/2017 weg. An Zugängen gab es nur Leutenecker (Duisburg) sowie den sich bisher nicht durchsetzenden Aydin (RWE), die Drittligaerfahrung haben. Alle anderen Neuzugänge der Chemnitzer kommen ausnahmslos aus der Regionalliga - was den derzeitigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen der Chemnitzer entspricht.

Eigentlich hat man in Liga 3 in Chemnitz meist gute Erfahrungen gemacht bis auf die Saison 2013/2014. In den letzten beiden Spielserien gab es in Chemnitz stets ein 1:1 am Ende. Wäre für RWE ein sicher achtbares Resultat - angesichts der Tabellensituation und eines gegen den HFC verschenkten Sieges jedoch zu wenig. Um bis zur Winterpause in der Tabelle den Anschluß an das untere Mittelfeld zu halten, muss man punkten. Ein Sieg in Chemnitz wäre dazu optimal. Zumal die Chemnitzer in den Heimspielen dieser Saison nicht zwingend vor Selbstvertrauen strotzen - gegen kompakte Teams taten sie sich unheimlich schwer. Es gab am 1.Spieltag einen Derbysieg gegen Zwickau daheim und zuletzt einen Heimsieg gegen die auswärtsschwachen Sportfreunde aus Lotte. In 6 Heimspielen gab es lediglich 2 Siege, 2 remis und 2 Niederlagen des CFC bei 7:7 -Toren. Sie haben zwar eine der besseren Offensiven der Liga - jedoch wie am letzten Spieltag der HFC gehört auch der CFC zu den schlechtesten Defensiven der Liga neben Würzburg, HFC und Osnabrück.

Frust aus dem verschenkten Heimsieg gegen den HFC, kompaktes Teamwork, Minimierung von Defensivfehlern und noch mehr Offensivmut - damit kann RWE auch in Chemnitz punkten. Die bekannten Langzeitverletzten fehlen, auch Biankadi muss eine Gelbsperre absitzen. Das sollte die Mannschaft nicht daran hindern, aktiv das Spiel zu gestalten.
Und konzentriert zu spielen, bis der Schiedsrichter abpfeift....

Foto: privat

Autor:

Herr Rychlewski aus Gotha

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