Ostduell gewonnen: Kurz mal durchatmen bitte

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Der FC Rot-Weiß Erfurt hat das Ostduell gegen den Chemnitzer FC gewonnen. Dank einer herausragenden Leistung von Smail Morabit setzten sich die Thüringer mit 3:2 durch. Dabei schoss Morabit gleich einen Doppelpack und sicherte damit den Heimsieg.

Nach Morabits Auswechslung allerdings wurde es noch einmal spannend, Chemnitz konnte in der Schlussphase sogar noch den Anschlusstreffer erzielen. Die Zuschauer konnten den Eindruck gewinnen, dass Erfurt nach dem Spielertausch ihres besten Mannes gegen Dominick Drexler fast den Faden verloren. Nur mit Mühe konnten sie den Sieg festhalten. Der war zuvor schon sicher geglaubt. Das Team muss sich hier Gedanken machen, wie man auch ohne Morabit ein gutes Spiel abliefern kann. Morabit spielt in einer anderen Liga und wird zwangsläufig nicht ewig für Erfurt spielen. Heute aber, tat es gut ihn zu haben. Welche Taktik hinter den Auswechselungen Trainer Schwartz in der Schlussphase stand, war allerdings schwer nachzuvollziehen.

Doch zunächst stand in der ersten Hälfte Mijo Tunjic goldrichtig, als er einen einen Möckel-Kopfball nach schönem Ströhl-Freistoß ins lange Eck einnickte und damit in der 28. Minute für den so wichtigen Erfurter Treffer sorgte. Nachdem Chemnitz die erste Viertelstunde dominiert hatte, tankten nun die Erfurter Selbstvertrauen und ließen den Gästen kaum noch Chancen. Es wurde streckenweise sogar technisch ansehnlicher Fußball gespielt. Einige schöne Kombinationen sahen die 6500 Zuschauer bei allerdings miserablem Wetter. In Hälfte zwei musste sogar das Flutlicht eingeschaltet werden.

Immer wieder war es Morabit, der mit blitzschnellen Haken dem Gegner davon lief und in die Mitte flankte. Als das ohne weiteren Erfolg blieb, machte er es in der zweiten Hälfte, gerade als Chemnitz eine Drangphase hatte, besser. Beim ersten Sololauf war noch ein Chemnitzer zuviel vor dem Angreifer, im zweiten Versuch tanzte er die Himmelblauen aus und versenkte das Kunststoffspielgerät im linken unteren Eck. Das Gleiche wiederholte er zur Sicherheit noch einmal ein paar Minuten später. Warum ihn der Trainer nach dieser Phase auswechselte, war von der Seitenlinie nicht zu erkennen. Ob er nach seinem Muskelfaserriss noch Probleme hatte, ob er für Babelsberg geschont werden sollte... man kann es nur erraten.

Dass Drexler nach Mittelohrentzündung noch nicht im Vollbesítz seiner Kräfte war, war deutlich zu erkennen. Bis Dienstag sollt er aber wieder fit sein.

Einen guten Eindruck hinterließ der außerordentlich kämpferische Thomas Ströhl, der die Außenpostion besser als seine bisherigen Vorgänger auf dieser Position besetzte. Zumindest was das Spiel nach vorne betrifft, setzte er deutlich mehr Akzente.

Warum Erfurt aber erneut zwei unnötige Gegentore hingenommen hat, muss unbedingt aufgearbeitet werden. Damit bleibt die Abwehr weiterhin eine Baustelle. Unter anderen Vorzeichen geht ein Spiel dann auch schnell verloren, wie Erfurt in dieser Saison schon schmerzlich lernen musste.

Autor:

Axel Heyder aus Erfurt

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