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Rot-Weiß schlägt sich gut gegen die TSG Hoffenheim 1899, verliert nur knapp 0:1 im Steigerwaldstadion

Wo: Stadion , Arnstädter Str. 55, 99096 Erfurt auf Karte anzeigen
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Endlich hat Rot-Weiß gezeigt, dass sie das Fußballspielen nicht verlernt haben.

Hoffenheims Räume machte RWE ganz eng. Ließ kaum Chancen zu. Dass es bis zur Pause  0:0 stand, war nicht geschmeichelt für Erfurt, es war der Lohn eines großes Kampfes. Die Thüringer verkauften sich gut. Vom Klassenunterschied war nur wenig zu sehen. Komplett ideenlos agierten die Gäste dagegen.

Zwar dominierte 1899 mit Ballbesitz, aber außer einem Abseitstor brachten sie kaum etwas Vorzeigbares auf der Erfurter Tor in der ersten Hälfte. RWE indes agierte wie aus einem Guss. Endlich konnte Krämer beweisen, dass seine Schützlinge bei der Taktikschulung aufgepasst haben und das, was er vorgegeben hatte, auf den Platz bringen können.

Gästetrainer Julian Nagelsmann sah alle Kritik an seinem Stürmerstar Sandro Wagner wie weggeblasen: "Man hat gesehen, dass er das Spiel unbedingt gewinnen will.", befand er nach dem Spiel. Aus Erfurt Sicht allerdings ließ sich das nicht bestätigen: Vor allem durch wildes Gestikulieren, dauerhafte Belagerung des Erfurter Keepers Klewin und immerwährende Belehrungsversuche von Mitspielern, Schiedsrichter und Gegenspielern fiel er auf. Zudem bewegte er sich fast ständig im Abseits, wofür Erfurts Jens Möckel mit seinen Kollegen sorgte. Seine Diskussionsrunde mit dem Schiri, als er einen Abschlag von Klewin behinderte sorgte zudem bei Unmut bei den Erfurter Fans. Was für den einen großes Engagement ist, sieht für den anderen aus wie Kaperletheater.

Aus der Kabine kam Hoffenheim dann stärker zurück, als in der ersten Hälfte und nutzte die Druckphase kurz nach der Pause, um doch noch ein Tor zu erzielen - 0:1 Amiri (55.). Hier lag Hoffenheims Trainer richtig, als er nach dem Spiel sagte, dass er in dieser Phase eine Erhöhung auf 2 oder 3:0 erwartet habe. das. wäre sich möglich gewesen. Doch Erfurt stecke nicht auf, und so wurde es zum Ende eng.

Erfurts Trainer Krämer hatte bis dahin alles richtig gemacht, seine Jungs perfekt auf den Gegner eingestellt. Warum er mit Huth allerdings einen der besten Leute auf dem Platz in der 61. Minute vom Platz schickte, schien von außen unverständlich. Ebenso wie die Einwechslung von Bieber, der die Gefährlichkeit von Erfurt nicht erhöhte. Da hatten sich im Spiel gegen Dortmund andere empfohlen fürs Tore schießen. Dass Erfurt aus dem Spiel zu keinen Chancen kam, hätte Anlass gegeben, alles in die wenigen Standards zu stecken. Aber der Benamar-Freistoß war eher für die eigene Elf gefährlich, lud doch der Schuss in die Dreimann-Mauer zum Konter ein und ließ Hoffenheim fast erhöhen.

Mit Biankadi hat Erfurt es geschafft, seit sehr langer Zeit mal wieder ein richtiges Talent an den Steiger zu holen. Fast sensationell spielte der in Mitte auf. Ballsicher, unerschrocken, zielstrebig und schnell. 

Statistik:
0:1 Amiri (55.)

Rot-Weiß Erfurt: 
Klewin - Menz, Möckel, Neuhold (79.
Bieber), Odak - Dabanli, Ludwig (76.
Kurz) - Benamar, Biankadi -
Kammlott, Huth (61. Razeek)

TSG 1899 Hoffenheim
Kobel - Nordtveit, Vogt, Bicakcic -
Toljan, Polanski, Schulz - Amiri
(79. Geiger), Demirbay (56. Gnabry)
- Wagner, Kramaric (76. Uth)

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