RWE: Drei Punkte Abzug drohen, wer stoppt den Irrsinn?

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Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes hat durch Urteil vom 30. März gegen Rot-Weiß Erfurt eine Geldstrafe von 7500 EUR für fünf Verstöße gegen die DFB-Rechts- und Verfahrensordnung ausgesprochen. Zudem sind uns die Kosten des Verfahrens auferlegt worden.

In den 7500 Euro enthalten sind: Das Werfen und Zünden von Knallkörpern bei den Auswärtsspielen in Rostock, Offenbach und in Jena, sowie bei dem Heimspiel gegen den VFB Stuttgart II.

Die fünfte rechtlich selbständige Handlung, zudem die gravierendste, ist das Rufen des Sprechchores "Ziegner, du Zigeuner" durch etwa 10 bis 15 Personen gegen den Spieler Torsten Ziegner bei dem Spiel in Jena.

Sämtliche der geahndeten Handlungen stammen aus dem Erfurter Fanblock.

In den Verfahren vertritt RWE der auf Sportrecht spezialisierte Rechtsanwalt Thomas Patschke. Ihm ist es gelungen mit weiteren Verhandlungen, eine weitaus empfindlichere (Geld-) Strafe noch zu verhindern. In dem Urteil vom 30. März bzw. im Strafantrag vom 28. März führt der Kontrollausschuss des DFB wie folgt aus: "Der DFB-Kontrollausschuss weist den Verein FC Rot-Weiß Erfurt daraufhin, dass insbesondere im Hinblick auf die gehäuften Vorkommnisse bei Auswärtsspielen des Vereins bei erneuten gravierenden oder gehäuften Vorfällen über eine Geldstrafe hinausgehende Sanktionen in Erwägung zu ziehen sein werden".

Rechtsanwalt Patschke teilte mit, dass ihm beim DFB-Sportgericht unmissverständlich klar gemacht wurde, dass beim nächsten Verstoß eine Geldstrafe nicht mehr die verhängte Sanktion sein wird. Dem Verein droht damit der Abzug von Punkten und/oder ein bzw. auch mehrere Spiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

RWE sagt dazu: "Vor diesem Hintergrund können wir nur nochmals eindringlich davor warnen - auch im Hinblick auf das am 6. April in Dresden stattfindende Auswärtsspiel - unbedingt von der Verwendung nicht statthafter Mittel (wie Knallkörper und Pyrotechnik jeder Art) Abstand zu nehmen, um den Kampf der Mannschaft um die Relegationsteilnahme nicht durch Punktabzug am grünen Tisch zu gefährden. Wir werden niemanden mehr in unser Stadion lassen, der in dieser oder ähnlicher Weise das Spiel und seinen geordneten Ablauf stört, sich dadurch an unserem Verein vergeht. Einige Personen, die sich öffentlich für verbotene Mittel ausgesprochen haben, wurden von uns deutlich, aber letztmalig ohne Sanktion angesprochen. Die bereits laufende Beobachtung von auffälligen Personen wird überdies aufrecht erhalten."

Autor:

Lokalredaktion Erfurt aus Erfurt

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