RWE verliert zu Hause gegen Saarbrücken: Das große Gestochere

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Ei, ei, ei... was war denn das? Gedanklich hatten viele die Punkte gegen Saarbrücken schon eingefahren. Möglicherweise auch der ein oder andere Erfurter Spieler. Zum Fußballspielen kamen nur die wenigsten am heutigen Tage in den Steigerwald. Außer Öztürk und Pfingsten-Reddig erreichte keiner der Erfurter Kicker Normalform. Mit Abstrichen noch Torschütze Marco Engelhardt, der viel zu sortieren suchte. Gelungen ist es ihm nicht.

Dabei hatten Saarbrücken und der Schiedsrichter alles getan, damit Erfurt drei Punkte einfahren konnte. Erst verletzte sich Saarbrückens bester Torschütze Özbeck, der gleich in der 12. Minute das Führungstor für die Gäste erzielt hatte. Dann schickte der Schiedsrichter noch vor der Pause Saarbrückens Stiefler vom Platz, nachdem dieser Ströhl ungeschickt in den Bauch getreten hatte. Die Rote Karte für meine Begriffe (und ohne die Fernsehwiederholung) zu hart. Der Spieler wollte offenbar in einer Drehung den Ball erwischen, was misslang.

Egal. Erfurt hatte in der ersten Hälfte ohnehin keine Lust, mitzuspielen. Stattdessen versuchten die Rot-Weißen einen Rekordversuch, wieviele Fehlpässe man in Folge spielen kann, ohne dass das Stadion komplett leer wird. Torchancen: Fehlanzeige.

In Hälfte zwei kämpfte Erfurt zwar besser, war derweil aber hinten offen wie ein Scheunentor. In der Abwehr gab es keine Zuordnung und man lud mit den vorne verschlagenen Bällen Saarbrücken zum Kontern ein. Einen davon konnten die Schwarz-Blauen clever zu Ende spielen und zwischenzeitlich mit 2:0 in Führung gehen.

Erfurt drückte weiter. Marco Engelhardt fand im dritten oder vierten Anlauf an diesem Tag den Weg (72.), wie man Keeper Fernandez doch überwinden kann. Mit flachen Bällen aus der zweiten Reihe. Nicht aber, dass man dieses Rezept für das weitere Spiel übernommen hätte, das wäre ja zu einfach gewesen.

Stattdessen: Immer wieder wurde der Ball, abwechselnd von Öztürk oder von Ofosu-Ayeh, von rechts halbhoch auf den Elfmeterpunkt geschlagen. Dort aber fand sich keine Abnehmer und es begann ein großes Gestochere. Die Zuschauer im Steigerwald mussten an eine Trainingseinheit geglaubt haben, denn das Vorgehen wiederholte sich und wiederholte sich, immer und immer wieder, wie bei "Täglich grüßt das Murmeltier".

Am Ende muss man Saarbrücken Respekt zollen, wie sich die Kiste clever nach Hause gespielt haben. Und dass ohne ihren besten Mann und mit zehn Leuten. Auswärts.

Dergleichen würde man sich vom heimischen FC auch mal wünschen. Zuviel Lob nach dem Sieg gegen Osnabrück hat hier wohl nicht gut getan. Erfurt knüpfte da an, wo sie bereits beim Spielverlust in Bielefeld aufgehört hatten.

Autor:

Axel Heyder aus Erfurt

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