Volleyball 1. Bundesliga Damen
Schwarz-Weiß unterliegt trotz furiosen Spiels Lotto Suhl mit 1:3

Vivian Galeda kann immer noch nicht fassen, dass sich ihr Team diese Chance hat entgehen lassen.
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  • Vivian Galeda kann immer noch nicht fassen, dass sich ihr Team diese Chance hat entgehen lassen.
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In der Riethsporthalle war alles angerichtet: Nichts fehlte mehr zu einem packenden Derby. Die Tabelle der Liga sprachen für die Favoritinnen aus Suhl. Dennoch räumte man, dank eines Überraschungssieges im Hinspiel, auch den Erfurterinnen von Schwarz-Weiß Chancen ein. So ein Derby in ausverkaufter Halle, 1250 Gäste waren gekommen, ist am Ende wie ein Pokalspiel. Da kann alles passieren! Am Schluss stand jedoch eine 3:1-Niederlage auf den Punktezetteln, die dem Verlauf des Spieles allerdings nicht gerecht wurde.

Wie erwartet legten die Suhlerinnen um ihre größte Spielerin McKenzie Jacobson (2,03 Meter) los, wie die Feuerwehr. Erfurt brauchte Zeit, um ins Spiel zu finden. Nach der ersten Aufregung, die sich Mitte des Satzes legte, pirschten sich die Damen von Schwarz-Weiß Erfurt ran wie die Trapper auf der Fuchsjagt. Ab dem 20:17 für die Gäste drehte Erfurt sogar den Satz mit unbändiger Willenskraft noch für sich. Punkt für Punkt wurde auf 25:22 aufgestockt und eingelocht. Das war durchaus eine Überraschung und es zeigte, was die Damen um Trainer Jonas Kronseder später im Match nicht mehr schafften: Sie verkauften sich den Suhlerinnen nicht nur spielerisch als gleichwertig, sondern zogen auch das Endspiel im Satz durch.

Vermutlich hatten sich die SWE-Damen aber selbst derart überrascht, dass sie zu Beginn des zweiten Satzes den Faden verloren. 11:3 hieß es plötzlich für die Lotto-Damen, unnötig und unverständlich aus Sicht der Erfurtinnen. Souverän preschten die Südthüringerinnen vorweg, auch wenn Erfurt zum 18:21 noch einmal in Schlagweite kam.

Das war bis dahin alles noch kein Beinbruch, obgleich der Satz am Ende doch deutlich an die Gäste ging (25:19).

Nach der Pause hielten sich die Punktgewinne bis zur Mitte des dritten Satzes die Waage, Erfurt wurde nun aber stärker, traf immer wieder durch die Mitte am Block vorbei (12:11), manchmal auch aus der zweiten Reige und zog davon auf ein 22:18. Drei Punkte und der Drops wäre für dieses Satz gelutscht gewesen. Warum Erfurt allerdings dann sieben Punkte infolge den Gästen überließ, wissen wohl nur die Spielerinnen selbst. Bis dahin lief es wie am Schnürchen. Aber der Faden war gerissen. 

Ein Spiegelbild dessen im vierten Satz. Erfurt souverän den gesamten Satz hindurch, führte erst 10:6, dann 19:15 und machte, was sie schon mehrfach an diesem Abend getan hatten. Von einer Minute zur anderen begannen sie, Punkt um Punkt herzuschenken, bis die Suhlerinnen den Matchball zum 25:21 verwandelten.

Autor:

Axel Heyder aus Erfurt

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