Serie: Mein Museum
Dorfmuseum Dachwig erzählt Geschichte des Ortes und vom Leben auf dem Land

Willkommen in der guten Stube! Doch zum Platznehmen ist keine Zeit. Es gibt in dem 1802 erbauten und zum Museum umgestalteten Gehöft noch viel mehr zu entdecken.
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  • Willkommen in der guten Stube! Doch zum Platznehmen ist keine Zeit. Es gibt in dem 1802 erbauten und zum Museum umgestalteten Gehöft noch viel mehr zu entdecken.
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Wie wäre es mal mit einer Zeitreise ins dörfliche Leben? Einen Besuch im Dorfmuseum Dachwig empfiehlt Gerd Petratschek, der stellvertretende Vorsitzende des Heimat- und Museumsvereins Dachwig:

Was gibt‘s Musehenswertes?

Unser Museum zeigt in 16 Ausstellungsräumen das dörfliche Leben in Dachwig, etwa vom 17. Jahrhundert an. Elsbeth und Hermann Martin wohnten einst in dem Vierseitenhof und haben mit viel Liebe und Dachkenntnis Exponate dazu zusammengetragen. Von der guten Stube über die Schlafkammer oder Küche sowie landwirtschaftliche und Haushaltsgeräte bis hin zu Schule, Waschküche, einer alten Feuerwehr, Werkstätten – alles mit Mobiliar und Gebrauchsgegenständen – und ganz viel mehr gibt es zu sehen. Drei ­Räume widmen sich Dachwigs Geschichte mit Fahnenraum, vielen Fotos, Zeugnissen der Dachwiger Orgelbaukunst und bald auch einem Modell des alten Bahnhofs.

Warum führt hier kein Weg vorbei?

Besser als hier lässt sich ­Geschichte nicht vermitteln, bei uns gibt es Geschichte zum Anfassen. Das Museum wurde 1975 eröffnet, heute betreiben wir es, der Dachwiger Heimat- und Museumsverein.

Museum zum Anfassen?

Das ist es auf jeden Fall, vor allem für Kinder. Schulklassen aus der ganzen Umgebung kommen immer wieder gern zu uns. Hier dürfen sich ­Kinder auch mal auf einen Traktor setzen oder sich in der Tischlerwerkstatt betätigen.

Außer der Reihe:

Unsere Vitrinen zur ­Ortsgeschichte bestücken wir immer wieder einmal neu. Und auf das Bahnhofsmodell freuen wir uns schon sehr.

Ihr liebstes Stück?

Irgendwie sind das alles hier Lieblingsstücke, alles muss ­erhalten werden. Aber der Teil, den wir zur Flachsherstellung gestaltet haben, liegt mir schon besonders am Herzen.

Museums-Rundgang:

Anderthalb Stunden ­sollte man sich Zeit nehmen. Manche brauchen viel länger, wenn ihre Erinnerungen geweckt werden und sie ins Plaudern kommen. Zu den Öffnungszeiten sonntags ist immer jemand vom Verein da, der den Besuchern gern alles zeigt und erklärt.

Das muss gesagt werden:

Wir haben sehr moderate ­Eintrittspreise. Ansonsten würden wir uns über Nachwuchs im Verein freuen. Wir sind ein aktiver Verein, der nach außen viermal im Jahr in Erscheinung tritt: mit dem Frühlingsfest, dem Sommerfest, dem Sauerkrautfest im Oktober und dem Adventssingen am zweiten Advent. Und wenn wir durch Veranstaltungen Erlöse erzielen, werden die zur Werterhaltung der ­Exponate genutzt oder gespendet, für das Kinderhospiz in Tambach-Dietharz zum Beispiel oder für das ­Ohrdrufer Schloss.

Infos & Kontakt:

Dorfmuseum Dachwig
Lange Straße 27

Öffnungszeiten:
Sonntags 14 bis 17 Uhr und nach telefonischer Absprache

Kontakt:
Telefon 0 36 206 / 23 720
 0 36 206 / 20 394
 0 36 206 / 18 731

Im Internet: www.dorfmuseum-dachwig.de

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